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YouTube erzielt Einigung mit Frankreich und erhöht Druck auf Deutschland

Dass es in Deutschland schon lange zur Gewohnheit geworden ist, auf YouTube die offiziellen Musikvideos von internationalen Künstler nicht anschauen zu können, hat mit dem noch immer nicht beigelegten Streit zwischen dem Konzern und der Verwertungsgesellschaft Gema zu tun – mit Frankreich aber wurde nun eine Einigung erzielt, der Druck auf die Verantwortlichen in Deutschland wächst nun noch einmal.

Die für Frankreich zuständige Verwertungsgesellschaft für Urheberrechtsfragen Sacem konnte sich nun mit der Google-Tochter auf einen Rahmendeal verständigen. Wie in vielen anderen Ländern auf der ganzen Welt auch, werden Plattenfirmen nun je prozentual an den von YouTube erzielten Werbeeinnahmen beteiligt. In Deutschland scheiterte eine solche Einigung bislang stets an den astronomischen Forderungen der Gema.

Diese Forderungen waren bislang stets so hoch, dass Google bei jedem abgespielten Video sogar Geld verloren hätte – die Gema führte eine geschlossene Front in der EU an, die sich dem unlizensierten Hochladen von Musikvideos auf YouTube widersetzen wollte. Doch diese Front scheint nun eindeutig zu bröckeln, denn nach Italien und den Niederlanden ist Frankreich nun schon der dritte EU-Staat, der eine Einigung erzielen konnte.

Jetzt hofft man auf Seiten des Konzerns, der neuerliche Vertrag könne auch für Deutschland Modellcharakter haben. 'Wir sind offen für Verhandlungen. Wir müssen uns in der Mitte treffen können', so Google-Manager Patrick Walker. Bald schon könnte es so weit sein, dass Deutschland und die Gema ihre Blockadehaltung nicht länger aufrecht erhalten können – die Einigung mit YouTube in Frankreich ist da ein erster Indikator.

Quelle: Yahoo News
Bild: Flickr) Mauritius Knook und Julia Seelinger

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