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Wikileaks: Der Streit eskaliert

Die Vorwürfe gegen Daniel Domscheit-Berg werden immer lauter, nun meldet sich Wikileaks-Gründer Julian Assange zu Wort und wirft dem ehemaligen zweiten Mann bei Wikileaks 'ein gesteigertes Maß an Niedertracht' vor. Domscheit-Berg gefährde durch sein Verhalten derzeit das Leben Dritter.

Nach den Vorwürfen der letzten Wochen und dem Rausschmiss aus dem Chaos Computer Club steht Daniel Domscheit-Berg weiter in der Kritik. Nun soll er Originaldokumente veröffentlicht haben, bei denen die Namen der Informanten nicht geschwärzt sind. Bei der Erstveröffentlichung durch Wikileaks und andere Plattformen waren diese Dokumente von US-Diplomaten noch an entscheidenden Stellen geschwärzt worden, um die Informanten zu schützen.

Diese Originaltexte mit lesbaren Namen der Quellen seien nun im Internet aufgetaucht, berichtet der Nachrichtensender n-tv. Sie seien zwar schwer zu finden, aber trotzdem seien sie im Internet lesbar. Nun wirft Julian Assange Daniel Domscheit-Berg vor, dass er sich nicht an Absprachen und Selbstverpflichtungen gehalten habe.

Angeblich habe Domscheit-Berg Journalisten Hinweise gegeben, wie die verschlüsselten Dokumente entschlüsseln könnten. Das teilte der Berliner Anwalt von Julian Assange der Nachrichtenagentur dpa mit. Domscheit-Berg gefährde mit seinem Verhalten Leben und die rechtlichten Interessieren anderer Personen.

Der Beschuldigte selbst nennt den aktuellen Vorgang ein 'klassisches Ablenkungsmanöver'. Wikileaks habe im Umgang mit den Dokumenten mehrfach Fehler begangen und Julian Assange habe fahrlässig gehandelt. Nun seien sie für alle verfügbar. Außerdem wirft er Wikileaks-Mitarbeitern vor, diese Dokumente weitergegeben und verkauft zu haben. Mit einem Journalisten seines Vertrauens habe Domscheit-Berg nun über das Problem der öffentlich zugänglichen Dokumente gesprochen.

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