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WhatsApp-Verbot im NRW-Landtag

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Das Nachrichtenprogramm WhatsApp ist derzeit in aller Munde: Facebook hat es aufgekauft und deswegen gab es am letzten Samstag einen mehrstündigen Ausfall der App, weil es auf das soziale Netzwerk umgestellt wurde. Im NRW-Landtag hat man dagegen noch viel mehr Sorge, Ministerpräsidentin Hannelore Kraft hat die dienstliche Nutzung im Landtag für alle Politiker untersagt.

Eine Sprecher des Ministeriums sagte gegenüber der BILD: "Aus Sicherheitsgründen werden als Dienst-Handys in den Ministerien nur Blackberrys verwendet auf denen WhatsApp nicht vorinstalliert ist - und auch nicht nachträglich installiert werden kann." Deswegen sind in den Räumen des Landtages nur Blackberrys erlaubt, auf denen die App nicht vorinstalliert ist. Diese können dann dienstlich und privat benutzt werden.

WhatsApp wird als hohes Sicherheitsrisiko angesehen und das Landesverwaltungsnetzes soll geschützt werden. Die Politiker sind mit ihren Diensthandys auch über ihre Dienst-Mailadresse mit den Geräten verbunden. Das Problem bei Whatsapp ist, dass es in regelmäßigen Abständen alle Daten an den WhatsApp-Server schickt. Und damit auch die geheimen Telefonnummern der Minister oder anderer Landesvertreter.

Jeder im Landtag von Nordrhein-Westfalen benutzt nun ein Blackberry Z10. Dort kann man zwei Benutzeroberflächen einrichten. Die eine ist für die dienstliche Nutzung, die andere für die privaten Dinge. Dort kann man dann auch Whatsapp installieren, darf es aber im Landtag nicht benutzen. Ob dies nun ein 100%-iger Schutz ist, bleibt allerdings auch ungewiss.

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