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WhatsApp und Avira von palästinensischen Hackern attackiert

Mit einem gezielten DNS-Hijacking hat die Hackergruppe KDMS Team am gestrigen Dienstagvormittag die Websites des beliebten Kurznachrichtendienstes WhatsApp und des deutschen Sicherheits-Softwareherstellers Avira attackiert.

Die die sich dazu bekennenden Hacker hinterließen eine pro-palästinensische Botschaft: Sie besagt, Palästina sei von den Zionisten gestohlen worden und den Palästinensern stünde das Recht zu, in Frieden zu leben. "Deserve to liberate their land and release all prisoners from israeli jails", forderte das KDMS Team außerdem. In einer zweiten Nachricht folgte ein Logo von "Anonymous Palästina", dieses wurde mit folgendem Text begleiten: "Es gibt keine vollständige Sicherheit. Wir können Euch kriegen!".

Technisch betrachtet wurden allerdings nicht die hostenden Server der Websites gehackt, sondern mit einem gezielten DNS-Hijacking die Domain Name Server so manipuliert, dass sie Seitenanfragen auf die besagte palästinensische Propagandaseite umleiteten.

Nachrichten konnten ungeachtet dessen über den Kurznachrichtendienst WhatsApp unbeeinträchtigt versandt werden und Kundendaten sind offenbar nicht kompromittiert worden. Die Messaging-App wird täglich zum Versand und Empfang von vielen Millionen Nachrichten der User verwendet.

Vom DNS-Hijacking waren ebenfalls der deutsche Softwarehersteller von Antivirensoftware Avira, der Webstatistiker Alexa.com, der Webhoster LeaseWeb und eine bekannte Erotikseite betroffen. Sie alle sind beim Domainregistrar Network Solutions angemeldet.

Erst später wurde bekannt, dass Network Solutions eine Anfrage zur Änderung des Zugangspasswortes vermeintlicher Avira-Administratoren erreichte, obwohl diese nicht von Avira stammte.

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