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Wegen Google-Brille: Autofahrerin wird angeklagt

Die Google-Brille ist noch gar nicht auf dem Markt und schon hat eine Frau Ärger wegen der Innovation: Sie trug die Brille am Steuer ihres Fahrzeuges - dabei fuhr sie zu schnell, wurde erwischt und wird nun angeklagt, denn die Staatsanwaltschaft pocht darauf, dass sie durch die Brille abgelenkt gewesen sein könnte.

Und mit dieser Argumentation könnten die Ankläger Recht haben. Denn die Google-Brille hat ein kleines Display integriert und ist mit kleinen Kameras ausgestattet. Über eine Sprachsteuerung kann sie bedient werden. Sie ist internetfähig, es können Straßenkarten, Wetterkarten oder Videos in das Sichtfeld projiziert werden.

Doch die 44-Jährige Autofahrerin, die sich nun vor Gericht verantworten, plädiert auf nicht schuldig. Sie gab an, dass sie während der Fahrt, die Ende Oktober stattfand, die Brille nicht eingeschaltet hätte. Auch ihr Anwalt sieht keinen Grund, seine Mandantin wegen des Tragens der Google-Brille anzuklagen: "Die Google-Brille zu tragen, während sie nicht eingeschaltet ist, ist nicht illegal."

Laut Verkehrsrecht ist es verboten, während der Autofahrt einen Video- oder Fernsehbildschirm im Blick zu haben.Doch ob dies auch für die Google-Brille gilt, ist noch gar nicht sicher. Denn diese gäb es noch gar nicht, als das Gesetz verfasst wurde. Und derzeit gibt es sie offiziell auch noch gar nicht.Es gibt nur Gerüchte über die Markteinführung, die Anfang 2014 stattfinden soll. Aber zu einem ersten Prozess kommt es jetzt schon.

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