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Virusgefahr! Online-Werbebanner manipuliert

Wie das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik BSI berichtet, haben in den vergangenen Tagen Online-Kriminelle in erheblichem Umfang Internet-Werbebanner manipuliert. Nutzer könnten sich Schadsoftware auf ihren Rechnern einfangen - betroffen sind diverse Magazin- und Nachrichtenseiten, sowie Jobbörsen und Städteportale. Das Anklicken eines Werbebanners sei nicht nötig um sich die Schadprogramme einzuhandeln, nach Angaben eines Sprechers des BSI reiche es bereits aus eine Website zu besuchen, auf welcher sich ein befallener Online-Banner befinde.

Die Schadsoftware nutzt Schwachstellen in Internet Explorer, in Acrobat Reader, dem Flash Player oder in Java aus, die eigentlich längst bekannt und in neueren Versionen behoben sind. Wessen Computer jedoch mit nicht aktualisiertem Betriebssystem oder Programmen läuft, riskiert eine Infektion mit den Trojanern, erklärte das BSI.

Betroffen sind Werbebanner auf vielen Newsportalen, Tageszeitungen, Magazinen und auf Job- und Städteportalen - das BSI hat aber keine Namen genannt. Es heißt, dass die Seiten mit infizierten Werbebannern zum Teil "äußerst populär" seien. Es ist möglich, dass theoretisch Millionen von Internetnutzern mit diesem Problem konfrontiert sind. Das BSI vermutet überdies, dass Schadsoftware ebenso über Smartphones oder auch Tabletcomputer die Nutzer erreicht hat. Die betroffenen Werbebanner enthalten einen Java-Script-Code, der Exploit-Kits verwendet. Das bedeutet, dass die Angreifer eine Schadsoftware auf Rechnern installieren können, sollten die Nutzer ihre Windows-Rechner mit nicht regelmäßig aktualisierter Software laufen lassen.

Der Spiegel-Verlag hatte am Freitag auf seiner Seite "Spiegel Online" einen Text veröffentlicht, in dem er vermerkte auch von den Werbebannern betroffen gewesen zu sein. Der FAZ teilte das Verlagshaus jedoch mit, das Problem sei mittlerweile behoben. Der BSI-Spreher sagte: "Derartige Angriffe beschränken sich nicht länger auf die Schmuddelecken des Internets, nun sind seriöse redaktionelle Angebote betroffen."

Ein hauseigenes Computer-Notfallteam des BSI hat in den letzten Tagen die Betreiber der betroffene Webseiten informiert und aufgefordert, die Ursachen für die Verbreitung der schädlichen Werbebanner auf ihren Webseite zu überprüfen und möglichst zu beseitigen. Trotzdem glaubt das BSI, dass sich Internetnutzer noch immer die gefährliche Software einfangen könnten denn obwohl seit längerem Sicherheitsupdates verfügbar sind, haben viele PC-Nutzer diese Updates noch nicht installiert. Das BSI rät dringend allen Nutzern, regelmäßig den Stand von Sicherheitsaktualisierungen für das Betriebssystems, den Browser und Anwendersoftware wie Java, Adobe Reader und Adobe Flash zu überprüfen und Sicherheitsupdates zu installieren.

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