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US-Gericht erlaubt 'Jailbreaking' des iPhones

Ein Sieg für die User und ein herbe Schlappe für Apple in den USA: Das Gericht und der Kongress erlaubten nun nach langen und zähen Verhandlungen das sog. 'Jailbreaking' auf dem iPhone. Damit ist es ab sofort den Benutzern nicht mehr gesetzlich verboten, auf dem Smartphone ein eigenes Betriebssystem zu installieren und es zu 'knacken'.

Auf diesem Gebiet verfährt Apple bekanntermaßen bislang strikter als jedes andere Unternehmen, so wurde es Benutzern schlichtweg verboten, an ihrem iPhone, das sie ja schließlich erworben hatten, nach Lust und Laune herum zu schrauben. Genau dieses Verbot aber verstoße gegen geltende Gesetze und wurde nun vom US-Kongress gekippt, ein echter Sieg für User und Bastler.

Mit ganzer Kraft hatte Apple gegen die Aufhebung gekämpft, drohte in der Folge sogar damit, Sendemasten abzuschalten, wenn Benutzer eines iPhones mit einem fremden Betriebssystem weiter zu telefonieren versuchen würden. Vor allem dürfte es Apple darum gehen, weiterhin den Betrieb seines App-Stores zu schützen. Dort hat man große Angst, ein gehacktes Telefon könnte den Markt mit verkauften Anwendungen zerstören.

Denn bislang können nur solche Apps installiert werden, die von Apple offiziell genehmigt wurden, mit einem gehackten iPhone aber ist diese Restriktion natürlich nicht mehr vorhanden. Daher konnte der Konzern nach bisherigem Gesetz sogar Strafen bis zu 2.500 Dollar verlangen, wenn ein Kunde mit einem gehackten Handy auftauchte.

Das Gericht aber entschied nun anders und ganz im Sinne des Kunden, diesem könne Apple schlichtweg nicht vorschreiben, was dieser mit seinem Eigentum anfange. Zwar wird sich in der Praxis nicht viel ändern, denn das 'Jailbreaking' auf dem iPhone bringt natürlich auch weiterhin zahlreiche Kompatibilitäts- und Garantie-Probleme mit sich, zumindest aber ist es ab nun an erlaubt und zieht keine Strafen mehr nach sich.

Bild: Flickr John Ballinger und William Hook

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