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US-Army verbietet Videospiel 'Medal of Honor' auf Stützpunkten

Schon bei seiner offiziellen Präsentation vor zwei Wochen erregte das neue Videospiel 'Medal of Honor' von Hersteller Electronic Arts aufgrund seines fast schon erschreckenden Realismus viel Aufsehen – nun entschloss sich die Führung der US-Army dazu, den neuen Ego-Shooter für seine Soldaten auf den Stützpunkten offiziell zu verbieten. Im Zentrum der Kritik steht für sie der Umstand, dass der Spieler jetzt aus der Perspektive der Taliban auch auf US-Soldaten zielen kann.

Dabei ist es seit langem kein Geheimnis mehr, dass das Militär ganz selbstverständlich derartige Ballerspiele einsetzt, um Soldaten auf den Einsatz und den Stress an der Front vorzubereiten. Aber die neuste Version des seit Jahren beliebten 'Medal of Honor' war den Verantwortlichen dann ganz offensichtlich doch zu viel.

Dabei scheint das entscheidende Kriterium ganz einfach bloß zu sein, wer jetzt genau auf wen schießt. Schließlich gibt es 'Medal of Honor' schon seit Jahren, dabei konnte man in der Vergangenheit ungehindert beispielsweise in die Rolle eines Nazis schlüpfen und auf Alliierte feuern. Dies aber war bislang kein Stein des Anstoßes, der aktuelle blutige Konflikt in Afghanistan aber scheint diese Perspektive zu verändern.

Wenn der Ego-Shooter, den auch schon Großbritanniens Verteidigungsminister Liam Fox 'ekelhaft' schimpfte, am 12. Oktober in die Läden kommt, dann dürfen US-Soldaten das Videospiel jedenfalls nicht auf den Stützpunkten ausprobieren. Im Fall von 'Medal of Honor' ging der US-Army die Toleranz ganz offensichtlich zu weit, so dass man sich nur noch mit einem Verbot zu helfen wusste.

Der Trailer zum Spiel

Quelle: Spiegel.de
Bild: Youtube 1 und 2

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