Excite

USA: Live-Twitter aus dem OP-Saal

Damit Verwandte von Patienten, die gerade im OP-Saal unterm Messer liegen, umfassend über den Stand der Operation informiert sind, twittern amerikanische Ärzte nun direkt vom OP-Tisch. Ziel sei, die Angehörigen allumfassend zu informieren und ihnen damit unnätige Sorgen und Ängste nehmen.

Twitter ist so etwas wie der neue Volkssport. Jeder der einen Twitter-Account hat, kann über Handy ständig seinen Status ins World Wide Web "zwitschern". Über Sinn und Zweck des Ganzen ließe sich streiten, denn zum Großteil kommt dabei nur banales raus wie: "Köln Hbf: Mann hinter mir regt sich über den FC auf und verschüttet dabei seinen Starbucks-Kaffee!"

In Amerika nutzen Mediziner Twitter nun für etwas sinnvolles. Sie informieren Angehörige von Patienten, die gerade operiert werden, ständig über den Stand der Operation. Im St. Luke`s Hospital in Cedar Rapids verschickte Krankenhaussprecherin Sarah Corizzo mehr als 300 Nachrichten, als die 70-jährige Monna Cleary operiert wurde. "Wir bekommen Infos in Echtzeit, was besser ist, als da zu sitzen und zu warten", sagte Sohn Joe Cleary laut stern.de.

Zunächst war geplant, eine Webcam im OP-Saal zu installieren. Doch diese Erfahrung sei für Angehörige zu intensiv, sagte die Kliniksprecherin. Deswegen entschied man sich fürs Twittern. Wäre es zu Komplikationen gekommen, dann wäre der Nachrichtenfluss sofort unterbrochen worden. Was natürlich dann bei Angehörigen für noch mehr Angst und Sorge führen würde. Aber wenn alles glatt läuft, ist das Twittern aus dem OP-Saal eine gute Möglichkeit, die Verwandten über die Operation zu informieren.

Deutschland - Excite Network Copyright ©1995 - 2016