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Unesco: Bewerberdaten ungesichert im Netz

Die Unesco befindet sich mitten in einem Datenskandal, denn offenbar waren die persönlichen Daten von Personen, die sich online bei der UN-Organisation für Erziehung, Wissenschaft und Kultur beworben haben, teilweise über mehrere Jahre lang frei im Internet abrufbar.

Dabei geht es um wohl um die Datensätze von über hunderttausend Menschen, die sich zwischen 2006 und 2011 beworben haben. Empfindliche Daten wie Namen, Kontaktdetails, Informationen über Sprachkenntnisse, bisherige Arbeitgeber und zum Teil auch Jahresgehälter konnten problemlos im Netz aufgefunden werden.

Vom einfachen Praktikum bis zum regulären Posten, alle Bewerber erschienen nach ihrer Online-Bewerbung mit ihren persönlichen Daten ungesichert im Netz. Ein Bewerber stieß durch Zufall auf dieses Datenleck und informierte die Unesco am 21.März darüber. Das berichtet jetzt der SPIEGEL.

Doch bei der UN schien man nicht sofortigen Handlungsbedarf zu sehen. Erst nach Wochen reagierte die Organisation und entfernte alle Datensätze aus dem Internet. Inzwischen gibt man wenigstens zu, dass eine Sicherheitslücke da war. 'Ja, es gab ein echtes Problem', heißt es jetzt bei der Unesco. Das behäbige Reagieren auf den Hinweis wirkt sich nicht gerade beschwichtigend auf diesen Datenskandal aus.

Bild: dadalos.org, internationales-buero.de

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