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Totlol ist YouTube für Kinder

Die neue Website Totlol ist ein YouTube-Klon, nur für Kinder. Das Prinzip, dass Nutzer die Inhalte schaffen, besteht auch hier. Nur jugendgefährdend sollen sie nicht sein. Stattdessen zeigen sich altersgerecht für die kleinen Surfer zwischen sechs Monaten und sechs Jahren Videos der Tele-Tubbies oder von singenden Nilfperden. Inzwischen sind über 1.000 dieser Videos für Kinder hochgeladen worden.

Die kleine Schwester von YouTube ist aus einer ganz praktischen Idee entstanden. Der kanadische Software-Entwickler Ron Ilan wollte seinem Sohn auf dessen Drängen hin zeigen, was er so macht den ganzen Tag. Um ihn jedoch nicht mit E-Mail und Projektkoordination zu langweilen zeigte Ilan seinem Spross direkt das YouTube-Entertainment. Da musste er ernüchternd feststellen, dass die Inhalte für Kinder schlichtweg ungeeignet sind. Seine Schöpfung Totlol ist zusammengesetzt aus "tot", dem englischen Wort für Knirps und "lol", was im Netz ein Kürzel für etwas besonders lustiges ist.

Bisher der Renner auf Totlol: Der tanzende Gummi-Bär

Moderiert wird das Kinder-YouTube Totlol nicht, Eltern laden die Inhalte hoch und kontrollieren sie auch. Oft kommen diese lustigerweise von YouTube selbst. Für Ron Ilan steht fest, dass es keine Werbeeinblendungen geben wird bei Totlol, daher macht er sich nun Gedanken über andere Einnahmequellen. Das Konzept als solches scheint jedenfalls gerechtfertigt. Studien haben ergeben, dass Kinder mindestens 2 Stunden monatlich auf Video-Portalen surfen und sich dabei mehr als 50 Videos anschauen. Eine Generation wächst mit dem Internet auf, also auch mit Clips und sozialen Netzwerken. Totlol leistet seinen Beitrag dazu, dass Kinder im Web keine falschen Inhalte zu sehen bekommen.

Quelle: FOCUS Online
Bild: Totlol.com

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