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The League & Singled Out: Neue Dating Apps verbinden sich mit LinkedIn

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Es gibt die Theorie, dass sich eine Erfindung erst dann durchsetzt, wenn man eine Variante gefunden hat, sie für Sex zu nutzen. Smartphones und Co zeigen, dass es manchmal auch umgekehrt funktioniert: Hat sich etwas verbreitet, verbreiten sich darauf garantiert die Möglichkeiten, Sex oder gar die große Liebe zu finden. Bestes Beispiel sind immer neue Dating Apps.

Nicht der Boss – aber all die reichen, klugen Männer und Frauen?

"The League" basiert auf einigen einfachen Ideen: 1. Man möchte nicht gerade, dass einen der Kollege aus dem Marketing in den Vorschlägen seiner Dating App entdeckt – Privatsphäre vor Kollegen in diesem Bereich wäre schön. Damit man also nicht dem Boss als potentieller Partner vorgeschlagen wird, greift die neue Dating App auf das LinkedIn Profil zu und sperrt automatisch Freunde und Bekannte aus diesem Netzwerk als Datingvorschläge.

Trotzdem suchen gerade erfolgreiche Menschen oft nach Partnern, die ebenfalls erfolgreich sind oder eine ähnliche Bildung haben. The League ersetzt also das Prinzip vieler Apps (wie zum Beispiel dem beliebten Tinder), potentielle Partner anhand eines einzigen Fotos zu beurteilen, durch eine Beurteilung anhand von Ausbildung und Beruf. Gründerin Amanda Bradford sagt dazu: "Ich würde sagen, wenn ich zwischen oberflächlich und elitär wählen muss, wähle ich elitär".

Keine Creeps – durch Fragedschungel?

Eine Umfrage unter 300 Studentinnen ergab, dass der Hauptgrund für sie, sich nicht in SingleBörsen anzumelden, die Möglichkeit ist, von Männern anzügliche oder belästigende Nachrichten zu bekommen. Statt direkt angeschrieben werden zu können, stellen Frauen bei der neuen App "Singled Out" ihr Foto mit einer Frage online. Männer dürfen sich nur melden, wenn sie die Frage genauso beantwortet haben, wie die entsprechende Frau – und ihren zusätzlichen Kriterien an Alter und Wohnort entsprechen.

Das filtert im Zweifel ganze 50 Prozent der Kandidaten raus – und welcher Mann, der bei ElitePartner oder anderen Datingplattformen 30-seitige Fragebögen ausfüllt, um dann "Lust auf mich?"-Nachrichten zu verschicken, würde schon den unglaublichen Ballast auf sich nehmen, bei einer Frage zwischen zwei Antwortmöglichkeiten zu wählen...?

Ob die neuen Dating Apps die Welt wirklich besser machen und andere Ergebnisse ausspucken, als die bisherigen, wird sich noch zeigen müssen.

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