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Steven Slater: Der neue Held der Netzgemeinde

Steven Slater sorgt gerade für helle Begeisterung im Netz, weil sich der JetBlue-Steward einfach über die Notrutsche aus dem Flugzeug verabschiedete. Auf einem Flug der US-Billigfluglinie von Pittsburgh nach New York war Slater dermaßen genervt von den Passagieren, dass er sich eine Dose Bier aus der Bordbar nahm und kurz nach der Landung den kürzesten Weg aus dem Flugzeug wählte. Als Held der Arbeit wird er jetzt im Internet gefeiert!

Seit 16 Jahren hat Steven Slater schon bei JetBlue gearbeitet und so manch uneinsichtigem Passagier freundlich begegnen müssen, doch diesmal platze ihm der Kragen. Eine Passagierin wollte entgegen der Anweisung des 38-jährigen Flugbegleiters schon an ihre Koffer und traf vor dem heftigen Wortgefecht ('Motherf***er') Slater damit sogar am Kopf. Der genervte Steward griff sich nur noch das Bordmikro, um sich kurz und schmerzhaft zu verabschieden und kündigte seinen Job, indem er über die Notrutsche das Flugzeug verließ. Zu Hause wartete schon die Polizei, nun drohen dem neuen Webhelden bis zu sieben Jahre Haft.

Bei facebook hat Slater in zwei Tagen schon über 100.000 Fans gesammelt, hunderte kommen minütlich dazu und immer neue Fanseiten werden eröffnet. Überall bekunden die User ihre Solidarität mit dem Gebeutelten. Vor allem Angestellte, die im direkten Kundenkontakt arbeiten, können Slater gut verstehen und bewundern seinen Mut, so zu kündigen. Vielleicht war es auch nur eine Übersprungshandlung, die er nun bereut. Zurzeit sitzt er jedoch im Gefängnis, mit einer Kaution von 2.500 Dollar.

Doch einige User überlegen sich auch schon eine digitale Befreiungskampagne: wenn jeder Fan nur 3 Cent bezahlen würde, könnte Slater schon aus dem Gefängnis entlassen werden. Doch ihm droht auch ein Gerichtsverfahren mit schlimmen und teuren Folgen. Schadensersatzforderungen können in den USA ja schnell sehr hoch ausfallen, allein das Aktivieren der Notrutsche soll schon 25.000 Dollar kosten. Aber manchmal ist einem auch das egal, Slater wollte wohl einfach nur alles hinwerfen. Die Netzgemeinde steht auf jeden Fall hinter dem neuen 'Held der Arbeit' Steven Slater.

Quelle: abendblatt.de
Bild: facebook.com

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