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Steven Sinofsky verlässt Microsoft: Was steckt dahinter?

Die Meldung kam ziemlich unerwartet und deswegen war auch niemand außerhalb von Microsoft richtig darauf vorbereitet. Kurz nach Veröffentlichung von Windows 8 gab Microsoft-Manager Steven Sinofsky nun bekannt, dass er die Firma verlassen wird. Das kommt deswegen überraschend, weil viele ihn für den kommenden Mann bei dem Software-Riesen gehalten haben. Nicht wenige glaubten gar, dass er der Nachfolger von Chef Steve Ballmer werden könnte.

Diese Spekulationen können nun beendet werden, dafür gehen andere los. Nun wird darüber gegrübelt, warum Sinofsky geht. Immerhin war er der Chefarchitekt des neuesten Produktes Windows 8, das weltweit mit sehr viel Wohlwollen aufgenommen wurde. Er war es auch, der das Microsoft-Schiff nach dem eher desaströsen Windows Vista mit dem vielumjubelten Windows 7 wieder in ruhigeres Fahrwasser geführt hat.

Sinofsky eckte an

Allerdings scheint Steven Sinofsky aufgrund seines Charakters immer wieder innerhalb der Firma angeeckt zu sein. Das Finanznachrichtenmagazin Bloomberg berichtet jetzt, dass er erhebliche Probleme mit anderen Managern gehabt hätte. Auch Microsoft-Chef Steve Ballmer soll nicht das beste Verhältnis zu Sinofsky pflegen. Und deswegen habe er jetzt angekündigt, die neueste Windows-Version mit einem anderen Team angehen zu wollen. Ein Team, in dem Steven Sinofsky keine Rolle mehr spielt.

Im Jahr 2006 übernahm der Manager den Bereich Windows bei Microsoft. Sinofsky hatte viele gute Ideen, kam bei den Mitarbeitern aber nicht gut. Laut dem Wall Street Journal und des Blogs "The Verve" beklagten viele seinen schroffen und unkooperativen Umgangston. Deswegen zog Steve Ballmer jetzt wohl die Reißleine und hat sich von Steven Sinofsky getrennt. Ob dies für Microsoft gut oder doch eher schlecht ist, wird die nächste Windows-Version zeigen.

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