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Sony: Schaden wohl doch größer

Nach und nach sickert durch, dass Sony von dem Hackerangriff aus der letzten Woche wohl viel stärker geschädigt ist, als bisher angenommen, denn nun ist auch das Sony Online Entertainment betroffen. Die Hacker haben damit also einen Datenklau im großen Stil begangen. Sony steht nun wegen seiner Informationspolitik massiv in der Kritik.

Bisher waren es 77 Millionen User aus dem PlayStation Network, deren Daten in falsche Hände geraten sein können. Nun steigt diese Zahl auf über 100 Millionen an, denn die 24,6 Millionen Nutzer von Sony Online Entertainment sind nun wohl auch Opfer des Hackerangriffs geworden, wie n-tv nun berichtet.

Mit dem Angriff auf SOE könnten die Hacker neben aktuellen Daten wie Namen, Adressen, E-Mail-Adressen, Geschlecht, Geburtsdaten, Telefonnummern, Logindaten und Passwörtern, auch eine alte Datenbank von 2007 mit Bank- und Buchungsdaten ergaunert haben. Darunter seien etwa 12.700 Kredit- oder Debitkarten von Kunden außerhalb der USA sowie etwa 10.700 Buchungsauszüge mit Bankkontennummern von Kunden in Deutschland, Österreich, den Niederlanden und Spanien.

Das PlayStation Network soll unterdessen wieder hergestellt worden sein und in dieser Woche wieder online gehen. Angeblich startet das PSN heute in den USA und am morgigen Mittwoch in Europa. Sony vermeldet per Pressemitteilung, dass das Netzwerk schrittweise wieder nutzbar sein wird. Für User des PlayStation Network gibt es in den nächsten Tagen kostenlose Downloads und andere Geschenke als Entschuldigung.

Derweil prasselt heftige Kritik auf Sony ein. Stephan Mayer von der CDU verurteilte den Konzern, weil er sich eine Woche Zeit ließ, seine Kunden über den Hackerangriff zu informieren. Das sei ein starkes Stück, so der rechtspolitische Sprecher der Union. Datenschützer nennen den Sony Datenklau sogar einen 'GAU'.

Bild: Sony Online Entertainment

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