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Snapchat: Wie geht das? Alles zu den Funktionen und Gefahren

Snapchat ist zurzeit DIE App, über die jeder spricht und deren Funktionen wir hier nachfolgend in einem Überblick erläutern.

Vor allem bei Teenagern in Amerika boomt Snapchat gerade, ist mit 60 Millionen verschickten Fotos pro Tag, die spätestens zehn Sekunden nach dem Öffnen beim Empfänger verschwinden, die beliebteste Foto-App noch vor Instagram und könnte sich zu einer ernstzunehmenden Community nebst Facebook entwickeln.

Facebook sah sich alarmiert und wollte sich Snapchat einverleiben, wie man es zuletzt mit Instagram für eine Milliarde US-Dollar tat. Facebook offerierte den Snapchat-Machern zuerst ebenfalls eine Milliarde US-Dollar, doch die beiden Gründer Evan Spiegel und Bobby Murphy lehnten ab und Mark Zuckerberg erhöhte dem Vernehmen nach auf drei Milliarden US-Dollar. Selbst diese unglaubliche Summe lehnten die Initiatoren hinter Snapchat, das Analysten mit vier Milliarden US-Dollar bewerten, ab.

Snapchat, dessen Logo ein gespenstischer Geist ziert, lässt Fotos beim Empfänger wie von Geisterhand nach spätestens zehn Sekunden verschwinden. Indirekt ist es ein Gegenentwurf zur Datenkrake Facebook, die alles speichert und über Jahre konserviert. Snapchat spielt mit dem Moment, mit dem Spontanen, das kurz sichtbar ist und danach wieder entschwindet. Für viele liegt darin eine gewisse Sorglosigkeit, insbesondere Teenager geben sich offenherziger - und nicht zuletzt anzüglicher, was Snapchat beliebt zum freizügigen Sexting macht.

Start mit Snapchat

Bevor man mit Snapchat loslegen kann, muss man sich die App installieren. Nach dem Start legt man sich mit einem Klick auf "Sign up" ein Profil mit einem Nutzernamen und seinem Geburtsdatum an.

Freunde hinzufügen

Im nächsten Schritt macht man sich mit "Allow Access" selbst für jedermann auffindbar und lädt die Freunde aus dem eigenen Telefonbuch mit "Invite Contacts" zu Snapchat ein.

Fotografieren

Nun kann man zum Auslöser wechseln, sein Foto knipsen, die Verweildauer von einer bis zehn Sekunden beim Empfänger einstellen und eine farbige Notiz hinzufügen.

Senden und Empfangen

Ein Klick auf den Sendepfeil schickt das Foto an den zuvor ausgewählten Empfänger, bei dem sofort mittels Push-Notification das Paket-Symbol unten links den Eingang einer neuen Nachricht signalisiert. Ein längerer Klick auf das Paket-Symbol der entsprechenden Nachricht öffnet diese für die vom Versender zuvor festgelegte Verweildauer. Danach verschwindet die Nachricht und taucht in dieser Liste nicht mehr auf.

Gefahren

Zahlreiche Hacks belegen, wie einfach ein Auffinden der Daten in der Ordnerstruktur des Empfängergeräts ist. Überdies lässt sich auch ein Zehnsekundenfoto in zehn Sekunden abfotografieren oder mit einem simplen Screenshot aufbewahren, obwohl Snapchat dies dem Empfänger mitteilt. Eine Haftung über den Verbleib der Daten schließt man vorsichtshalber in den Nutzungsbedingungen aus.

Jeder Anwender sollte sich darüber im Klaren sein, dass Daten, die übermittelt werden, physikalisch vorhanden sind und sich nicht in Luft auflösen. Würden Daten nicht gesammelt, wäre die App für die Werbeindustrie uninteressant und eine baldige Monetarisierung nicht denkbar.

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