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Smartphone-Nutzer nehmen Killer in Zug nicht wahr

Heutzutage sind viele Menschen in der Öffentlichkeit nur noch mit ihren Smartphones beschäftigt; sie surfen im Internet, schreiben oder lesen Mails und SMS - in einem Zug in San Francisco bekamen die Passagiere deswegen noch nicht mal mit, dass ein Mann sie mit einer Pistole bedrohte: Ein 20-jähriger Student stieg dann aus und bekam eine Kugel in den Rücken.

Er hatte den Killer ebenfalls nicht bemerkt und bezahlte dies mit seinem Leben. Erst nach dem Schuss wurden die übrigen Passagiere darauf aufmerksam, dass ein Mann mit einer Pistole hantierte und so zu einer echten Bedrohung wurde. Eine Überwachungskamera hat die Szene festgehalten. Das berichtet jetzt der "San Francisco Chronicle".

Sehr beunruhigend fand die kalifornische Staatsanwaltschaft die Tatsache, dass die meisten Passagiere durch ihr Smartphone abgelenkt gewesen waren. "ie Leute befinden sich in seiner unmittelbaren Nähe und niemand sieht es. Sie sind einfach so vertieft, simsen und lesen und nehmen nichts aus ihrer Umgebung wahr.", sagte jetzt Bezirksstaatsanwalt George Gascón.

Dies sei das Dilemma des digitalen Zeitalters. Die Menschen seien so sehr in ihre Smartphones oder leuchtende Bildschirme in der Öffentlichkeit vertieft, dass niemand seine Umwelt wahrnimmt. Jack Nasar, ein Professor der Ohio State University, beschrieb das Dilemma derart, dass viele Menschen an einem Ort seien, aber doch jeder woanders. Allerdings würden Smartphones auch oft bei der Ergreifung von Kriminellen durch Videoaufnahmen helfen, so Gascón.

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