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Sicherheitslücke bei Android: Fast alle Geräte betroffen!

Das Start-up Bluebox Security hat in Googles Betriebssystem Android eine grundlegende Sicherheitslücke gefunden. Angeblich sind 99 Prozent aller Android-Geräte davon betroffen.

In seinem Unternehmensblog berichtet Bluebox Security, dass Hacker mithilfe veränderter Apps die Android-Geräte ausspionieren und kontrollieren könnten. Dies sei aber nur dann möglich, wenn User Anwendungen auf ihrem Smartphone installieren, die nicht aus dem Google Play Store kommen.

Das Forschungsteam von Bluebox Security hatte für den Test Anwendungen so manipuliert, dass sie, obwohl sie einen schadhaften Code enthielten, vom System als ganz normale Apps erkannt und akzeptiert wurden. Die infizierten Applikationen konnten daraufhin die Kontrolle über andere Programme sowie die Systemadministration übernehmen. Die Tatsache dass die von den Geräte-Herstellern vorinstallierten Applikationen weitreichende Systemrechte verfügen, sei ein weiteres Risiko.

Die Sicherheitslücke bei Android ist jedoch gar nichts Neues: Seit rund vier Jahren soll diese bestehen, in der Android-Version 1.6 trat sie das erste Mal auf. Bluebox Security hat Google den Fehler schon im Februar 2013 gemeldet. Nun liegt es in der Hand der Smartphone-Hersteller, die entsprechenden Updates zu liefern. Betroffen von dem Systemfehler sind in etwa 900 Millionen Geräte.

Schützen kann man sich, indem man keine Apps unbekannter Herkunft herunterlädt. Bei Android ist die Option standardmäßig deaktiviert, wer aber dennoch unsicher ist, geht im Menü auf den Punkt "Einstellungen" und kontrolliert dann unter "Sicherheit".

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