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Das Internet bekommt ein Rotlichtviertel

Auf ziemlich heftigen Protest stößt nun eine Entscheidung, nach der Erotik- und Pornodomains ab sofort mit der Endung xxx gekennzeichnet werden. Wer also diese Endung im Netz eingibt, weiß sofort, was ihn erwartet. Ab dem zweiten Quartal 2011 soll diese Maßnahme greifen.

Eigentlich könnte man sagen, dass damit das Internet ein eigenes Rotlichtviertel erhält, denn Erotik-Websites sind dann alle unter xxx sortiert. Was einerseits Übersichtlichkeit schafft, bringt aber für die Erotikbranche Probleme mit sich. Der amerikanische Interessenverband FSC befürchtet nun, dass Erotikdomains ghettoisiert werden.

Fürsprecher argumentieren, dass es mit dieser Neuerung viel leichter sei, Kinder und Jugendliche von Seiten mit pornografischem Inhalt fernzuhalten. Mit der Endung xxx könne man diese Webinhalte viel leichter filtern. Das wiederum bringt Gegner der Internetzensur auf die Barrikaden. Das berichtet jetzt die Neue Züricher Zeitung.

Die Endung xxx erleichtere Zensurmaßnahmen im Internet. Nun könnten zensurfreudige Staaten wie Saudi-Arabien etwa ganze Domainpakete auf einen Schlag verbieten, ohne auch nur den Inhalt der Seiten zu prüfen. Verantwortlich für die neue Maßnahme ist die Internet Corporation for Assigned Names and Numbers, kurz ICANN. Deren Neuerung, Pornodomains auf xxx enden zu lassen, spaltet aber nun die Internetgemeinde.

Bild: Screenshot pcgameshardware.de, Wikipedia

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