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Polizei von Manchester twitterte für 24 Stunden ihre Notrufe

Einen ganz neuen Weg in der Kommunikation mit der Öffentlichkeit und dem Bürger ging am gestrigen Tage die Polizei von Manchester in Großbritannien – für ganze 24 Stunden wurden in einer Aktion sämtliche Notrufe und eingehenden Meldungen direkt und gewissermaßen in Echtzeit getwittert. Die Greater Manchester Police erhoffte sich davon in erster Linie ein größeres Verständnis für die Komplexität ihrer Arbeit bei den Menschen.

Und das ganze dürfte alles in allem als ein echter Erfolg gewertet werden, um die 20.000 Follower hatten die insgesamt drei eingerichteten Twitter-Accounts jeweils angehäuft, und auch die unzähligen Reaktionen sprechen eine eindeutige Sprache. Seit Beginn der Aktion am gestrigen Morgen wurden über 2.000 einzelne Tweets mit Notrufangaben über den Äther geschickt.

Natürlich trug die Polizei dafür Sorge, dass keine Persönlichkeitsrechte verletzt wurden – so kam es selbstverständlich zu keinerlei Namensnennungen oder ähnlichem. Dafür aber konnte man sehen, mit welch kuriosen Dingen sich die GMP im allgemeinen herumschlagen muss. So wurde beispielsweise ein Mann zur Anzeige gebracht, der angeblich im Begriff war ein Kleinkind von einer Brücke zu werfen – das Kind entpuppte sich dann als ein Hund, den sein Herrchen lediglich sicher herüber tragen wollte...

Mehr Verständnis für die vielfältigen, oft absurden und zeitraubenden Aufgaben der Polizei, wollte man in Manchester mit der Twitter-Aktion generieren. Schade eigentlich, dass das ganze nur für 24 Stunden angelegt war, die Reaktionen im Internet legen die Vermutung nahe, dass genau dies ein Ansatz ist, der die Menschen interessieren könnte. Aber wer weiß, vielleicht macht das Modell ja schon bald auch in Deutschland Schule, und die Polizei twittert wie in Manchester um die Wette.

Die GMP macht Werbung für die Twitter-Aktion

Bild: GMP Twitter, YouTube

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