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Persönliche Daten von Hotmail-Kunden im Netz aufgetaucht

Die persönlichen Daten von mehr als 10.000 Hotmail-Usern waren kürzlich im Netz einzusehen. Wie das passieren konnte, darüber zerbricht man sich derzeit in der Microsoft-Zentrale den Kopf. Von der Tat eines Hackers gehen die Experten nicht aus. Die Hotmail-Kunden seien wohl Opfer von Phishing geworden.

In ganz Europa können deswegen nun tausende Hotmail-Kunden nicht auf ihre E-Mails zugreifen. Microsoft sperrte alle Konten sicherheitshalber. Wer sich auf sein Hotmail-Konto einloggen möchte, der muss zuvor ein Sicherheitsformular ausfüllen. Dort werden Datum und Uhrzeit des letzten erfolgreichen Einloggens sowie persönliche Daten abgefragt.

Wie der Betrüger an die Hotmail-Infos gekommen ist, sei laut FOCUS noch unklar. Von einem Hacker gehe man in der Microsoft-Zentrale nicht aus, sagte Microsoft-Sprecher Thomas Baumgärtner. Unklar ist auch, wieviele Kunden betroffen sind. Zunächst sind die persönlichen Daten von 10.028 Hotmail-Usern mit den Anfangsbuchstaben A und B im Netz aufgetaucht. Rechnet man das aufs ganze Alphabet hoch, käme man auf über 130.000 User. Baumgärtner warnte allerdings vor solch einem Rechenspiel. Es sei nicht sicher, welche Buchstaben betroffen seien.

Der Microsoft-Sprecher erklärte weiter, dass man vermute, dass der Betrüger durch Phishing an die Daten gekommen sei. Phishing nennt man das Fischen nach persönlichen Daten wie Kennwort oder PIN-Nummer. Das Vorgehen ist dabei oft identisch. Kunden werden auf eine scheinbar harmlose Seite gelockt, wo sie ihre E-Mail-Adresse und Kennwort eingeben sollen. Und schon sind die Daten in den falschen Händen. Also könnte auch das Microsoft-Sicherheitsformular, dass die Hotmail-Kunden, deren persönliche Daten im Netz auftauchten, nun ausfüllen müssen, auch eine Form von Phishing sein?

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