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Nicht-Erschienen.de: Heimat für nicht veröffentlichte Artikel

Auf der Webseite www.nicht-erschienen.de können nun erfahrene Journalisten und Redakteure Artikel und Berichte veröffentlichen, die es nicht in den Druck geschafft haben. Den auf "Nicht Erschienen" veröffentlichten Artikeln fehlt es dabei nicht an der nötigen Qualität. Die Artikel sind viel mehr Opfer von noch aktuelleren Themen oder fehlendem Platz.

Die freie Journalistin Tanja Schwarzenbach hatte das Projekt ins Leben gerufen, als Reaktion auf die üblichen Vorgehensweise in Redaktionen, fertig gestellte Inhalte aufgrund anderer Prioritäten doch nicht zu veröffentlichen. Neben der Arbeit und der Zeit, die allein für die Recherche eines Artikels aufgebracht werden muss, ist auch häufig die Enttäuschung einen guten Artikel für Schublade geschrieben zu haben, ein ärgerlicher Umstand.

Die Plattform "Nicht-Erschienen" räumt diesen Artikeln den nötigen Raum ein. Die Seite ist dabei aufgebaut wie ein klassisches Magazin und ist unterteilt in die Ressorts Politik, Kultur und Leben. Dabei gilt für die Auswahl der Artikel die selben Maßgaben, wie für jedes andere Presseorgan auch. Neben stilistischer Sicherheit, muss der Artikel gut recherchiert sein, der Wahrheit entsprechen und darf nicht länger als vier Seiten einnehmen. Daher sind es momentan auch erst knapp über einem Dutzend Redakteure, die veröffentlichen dürfen. Tendenz steigend.

Eine Besonderheit ist, dass der Leser auch erfährt, warum der jeweilige Artikel nicht veröffentlicht worden ist und den Redakteuren noch Platz gegeben wird, mit weiteren Notizen und Bemerkungen den Artikel zu kommentieren. Die Möglichkeit für Leser Kommentare zu hinterlassen, ist allerdings noch nicht gegeben. Wer also unveröffentlichte Artikel lesen möchte oder als Teil einer Redaktion einen Artikel sucht, sollte sich vielleicht auf www.nicht-erschienen.de umschauen.

Quelle: JEP BLOG, www.meedia.de,
Bild: Nicht Erschienen

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