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Nach anhaltenden Verlusten steht Myspace nun zum Verkauf

Eigentlich war es nur noch eine Frage der Zeit, bis das weiter stark verlustreiche Myspace wieder zum Verkauf stehen würde – nachdem der Abstieg in der Beliebtheit der User immer drastischer voran schreitet, will sich der Konzern News Corp. von Medienmogul Rupert Murdoch endgültig von dem taumelnden Social Network trennen.

Wie FAZ.net berichtet wurden allein im letzten Jahr wieder über 150 Millionen Euro Verlust gemacht. Zur Erinnerung, im Jahr 2005 hatte News Corp. Myspace für die Summer von 580 Millionen Dollar erworben und versprach sich davon ein riesiges Geschäft. Damals aber war die bereits 2003 gegründete Plattform der uneingeschränkte Marktführer, und nichts deutete darauf hin, dass sich das ändern konnte.

Der Abstieg von Myspace aber ging rasanter voran, als sich das jemand hätte erträumen können. Nur ein Jahr nach Myspace ging Facebook an den Start und überholte den Konkurrenten binnen weniger Jahre. Heute hat Facebook noch rund 100 Millionen Nutzer, Facebook hingegen dürfte sich mittlerweile der Marke von 600 Millionen genähert haben. Dass diese Lücke noch einmal geschlossen werden könnte scheint in der Welt des Internets mehr als illusorisch.

Das jedenfalls hat man nun auch bei News Corp. eingesehen, Myspace soll so schnell wie möglich abgestoßen werden. Und dies haben auch schon die Mitarbeiter mitbekommen, weltweit werden mit sofortiger Wirkung 500 Angestellte entlassen, die deutsche Niederlassung in Berlin wird mit ihren 30 Mitarbeiter sogar umgehend geschlossen. Dies alles ist wohl nur der Anfang vom Verkauf vom endgültigen Niedergang und Verkauf von Myspace.

Bild: YouTube, Badjonni(Flickr)

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