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Multimonitoring - Spielen und Arbeiten an mehreren Computermonitoren

Mit Mulitmonitoring bezeichnet man das Arbeiten oder Spielen an mehreren angeschlossenen Monitoren. Jeder kennt sie aus Hollywoodfilmen: Riesige Videoleinwände, die aus einzelnen Bildschirmen zusammengestellt worden sind. So gut und hochtechnologisiert das aussehen mag, wird der Ottonormalverbraucher in der Regel auch mit zwei Monitoren auskommen.

Der Multimonitoring-Betrieb gestaltet sich allerdings nicht so einfach und nicht für jeden eignet er sich. Wichtig ist, dass der zweite Monitor dieselbe Monitortechnologie einsetzt, wie der erste. Bedeutet, dass man neben einen TFT-Monitor auch einen zweiten TFT, am besten in der gleichen Größe, hinstellt. Dasselbe gilt auch für einen Röhrenmonitor. Wer einen Röhrenmonitor neben einen TFT stellen möchte, sollte zumindest darauf achten, dass der Röhrenmonitor flimmerfrei arbeitet. Sollte dass nicht der Fall sein, können die beiden unterschiedlichen Bilder längerfristig zu Kopfschmerzen für den Benutzer führen.

Dann vielleicht lieber ein wenig Geld investieren und zwei typgleiche Displays einsetzen, damit sichergestellt ist, dass neben der gleichen Monitorgröße, auch Bildformat und -qualität übereinstimmen. Wer sowieso schon zwei Bildschirme kaufen muss, sollte auch darauf achten, dass der Rahmen des Displays so schmal wie möglich ist, damit der Abstand zwischen beiden Bildflächen weniger störend auffällt. Natürlich braucht man auch einen leistungsstarken Prozessor und eine Grafikkarte, die eine entsprechende Leistung hervorbringt, vor allen Dingen wenn man das Multimonitoring bei Computerspielen anwenden möchte.

Die Vorteile ergeben sich beim Spielen durch einen größeren Überblick über das Spielgeschehen. Bei Ego-Shootern bedeutet das konkret, dass man seitlich eintretende Gegner früher zu Gesicht bekommt. Ähnlich sieht es auch bei Strategiespielen, wo man viel mehr vom Schlachtfeld sieht und dementsprechend vorausschauender in das Kampfgeschehen eingreifen kann. Für Flug- und Rennsimulationen bietet das breite Bild einfach ein besseres und realeres Erlebnis. Denn je größer das Bild ist, desto näher kommt man an das Gefühl, dass man tatsächlich in einem Cockpit oder hinter der Windschutzscheibe eines Rennwagens sitzt.

Aber auch für jemanden der seinen Rechner zum Arbeiten nutzt, kann sich das Multimonitoring als effizient erweisen. Grafikdesigner oder andere Berufszweige, die Skizzen am Rechner erstellen, können mit zwei Monitoren die Monitorfläche optimal aufteilen. Der erste Monitor zeigt die Arbeitsfläche an und sollte speziell für Druckstufe farbkalibriert sein. Auf dem zweiten Monitor hat man die Werkzeugpalette und zusätzliche Tools. So ähnlich teilt man sich die Monitore auch bei der Audio- und Videobearbeitung auf. Der eine Monitor zeigt das Arrangement an, also die Fläche auf der die Audio- und Videodaten bearbeitet werden. Der andere Monitor dient dann zur Videowiedergabe oder zum Ablegen der Werkzeuge.

Aber auch bei der Nutzung von Büroanwendungen kann ein zweiter Monitor hilfreich sein. Wer zwischen vielen Programmen hin und her wechseln muss, kann diese über die zwei Monitore hinweg verteilen und die Arbeitsfläche damit überschaubarer gestalten. Man sollte sich nur vorher darüber informieren, inwiefern die eigene Grafikkarte den Betrieb von mehreren Bildschirmen unterstützt und was für Software man vielleicht braucht, um vollends glücklich arbeiten oder spielen zu können. Dem Multimonitoring, also der Nutzung von mehreren Bildschirmen, dürfte dann nichts mehr im Wege stehen.

Bild: Jon B (Flickr)

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