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Mitspracherecht: Facebook will Nutzer beteiligen

Facebook setzt als allererste Web-Community Zeichen und will den Nutzern fortan in Mitspracherecht bei Entscheidungen über Regeländerungen einräumen. Facebook hat in der letzten Woche massive Kritik für die Änderung ihrer Geschäftsbedingungen geerntet, weil die neuen Regeln der Machern das Recht verschafften, die Daten der Nutzer ohne zeitliche Begrenzung zu Nutzen.

Facebook ist mit 175 Millionen Mitgliedern eine der größten Community-Seiten im Internet und hat international MySpace in Sachen Wachstum überholt. In Deutschland spielt Facebook die zweite Geige hinter MySpace und StudizVZ/MeinVZ. Vor allen Dingen letztere haben sich ihre Kerninhalte von Facebook abgeschaut, wo Nutzer mithilfe ihrer Profile miteinander kommunizieren, sowie Anderen ihre Bilder und Videos zugänglich machen können.

Facebook Gründer Mark Zuckerberg gab an, dass die Idee zur Involvierung der Nutzer schon länger ein Thema bei den Machern gewesen ist, um die Plattform offener und transparenter zu machen. Die Kritik an Facebook habe den Vorgang der Einführung nun ein wenig beschleunigt und man wolle sich einen Monat Zeit geben, um über die Neuerungen zu diskutieren.

Eine Abstimmung soll es immer dann geben, sobald mindestens 7000 Nutzer eine angekündigte Änderung der Regeln kommentieren. Die Abstimmung selbst soll dabei auch Alternativen bieten, für die die Nutzer sich entscheiden könnten. Zuckerberg bezeichnete das eingeräumte Mitspracherecht für Nutzer von Facebook als ein "aufregendes Experiment", machte aber auch klar, dass die Entscheidungen über neue Produkte weiterhin beim Management verbleiben.

Bild: YouTube, Facebook

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