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Microsoft bringt Internet Explorer 8 raus – Experten aber sind skeptisch

Die für Microsoft immer gefährlicher werdende Konkurrenz von FireFox bis Safari hatte bereits mit neuen Versionen ihrer Internet-Browser vorgelegt, nun zieht der Branchenführer mit dem Internet Explorer 8 nach. Mit vielen neuen Funktionen und deutlich schnelleren Ladezeiten will man verlorenen Boden im Kampf und das Surfen im Internet wieder gutmachen. Experten aber zeigen sich schon jetzt skeptisch - wir stellen einige der wichtigsten Neuerungen und die Probleme des neuen Browsers vor:

Hauptkritikpunkte gegen die Vorgängerversion des Internet Explorers waren in der Vergangenheit in erster Linie mangelnde Sicherheit, fehlende Plug-Ins und die Benutzerfreundlichkeit. All dies soll der neue Internet Explorer 8 nun in den Griff bekommen haben. Um das Suchen von Webinhalten zu verbessern, findet man künftig die Funktionen wie Web-Slices oder Live-Search. Die Suche vervollständigt eingetippte Begriffe und liefert in Sekundenschnelle zu jeder Frage erste Bild-Vorschläge in einer aufgeklappten Leiste.

Und mit Web-Slices lässt sich der Explorer künftig besser und individueller auf die jeweiligen Bedürfnisse und Interessen des Users zurechtschneiden. So kann man Börsenkurse, Wettervorhersagen oder Ähnliches integrativ in den Browser einfügen. Aber auch in Punkto Sicherheit will Microsoft punkten – so soll der neue SmartScreen-Filter vor bösartiger Software schützen, indem er gefährliche Downloads vor der Installation stoppt. Als sehr nützlich könnte sich auch die InPrivate-Funktion erweisen. Ist diese eingeschaltet, surfen sie durchs Internet, ohne dabei Spuren auf dem verwendeten Rechner zu hinterlassen. Eine gute Idee, wenn man surft, sich aber in einem Internetcafé oder dem Büro befindet.

Besonders stolz ist Microsoft aber auf die Geschwindigkeit seines neuen Browsers – nach eigenen Erhebungen soll der Internet Explorer 8 bei zwölf von 25 getesteten Internetseiten am schnellsten abgeschnitten haben. Experten aber sind skeptisch, ob der neue Explorer hält, was er verspricht. So raten viele von einer Benutzung des neuen Browsers erst einmal ab - noch immer sei er zu anfällig für Angriffe, und Sicherheitsupdates seien bei Microsoft Mangelware.

Diplom Informatiker Marian Jungbauer vom Institut für Internet-Sicherheit in Gelsenkirchen: 'Wir sagen aktuell, es sollten alternative Browser genutzt werden, weil immer noch die Mehrheit der Surfer den Internet Explorer benutzt und dieser daher am meisten angegriffen wird.' Außerdem seien die gemessenen Ladezeiten mit Geschwindigkeitsvorteilen von 0,2 Sekunden für normale User ohnehin völlig irrelevant. Vielmehr sollte erst einmal gewartet werden, wie sich der neue Internet Explorer 8 im Dschungel der Internetgefahren so schlage, dann könne man weitersehen.

Quelle: Netzeitung.de
Bild: Microsoft.com

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