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Menschen empfinden den Zugang zum Internet als Grundrecht

Ein Leben ohne Internet ist für viele Menschen überhaupt nicht mehr denkbar und so verwundert es nicht, dass bei einer Umfrage herausgekommen ist, dass Menschen den Zugang zum Internet als Grundrecht ansehen. Wie 20 Minuten Online berichtet, ist die Umfrage im Auftrag der BBC von GlobeScan durchgeführt worden.

Befragt wurden insgesamt 27.973 Personen aus 26 Ländern, von denen 14.306 Menschen Internet-Benutzer gewesen sind. Insgesamt sehen 79 Prozent den Zugang zum Internet als fundamentales Recht für alle Menschen. Schon bei den Befragten, die angaben kein Internet zu nutzen, sehen 71 Prozent den Zugang zum Internet als Grundrecht an.

Dabei will mehr als die Hälfte der Menschen, dass sich der Staat zurückhält und innerhalb des Internets nicht eingreift. Dabei waren vor allen Dingen die Südkoreaner mit 83 Prozent der Stimmen gegen einen staatlichen Eingriff. Mehr als die Hälfte der befragten Franzosen und die Briten empfinden eine staatliche Einmischung in besonderen Fällen als durchaus gerechtfertigt.

Interessant ist, dass 78 Prozent der Befragten das Internet als Möglichkeit wahrnehmen, um mehr Freiheiten zu erhalten oder auszuleben, allerdings denkt nur die Hälfte, dass es ein guter Ort ist um seine Meinung frei kundzutun. Am skeptischsten sind die Deutschen: 72 Prozent zweifeln, dass das Internet als Platz für freie Meinungsäußerung dienlich ist.

Die Befragung dient nun vor allen Dingen allen Organisationen, allen voran die UNO, die sich lokal und weltweit für den freien Internetzugang für Jedermann aussprechen. Daher soll das Internet, das viele Menschen als Grundrecht ansehen, als Infrakstruktur behandelt werden, ähnlich wie die Wasserversorgung, die Müllabfuhr oder der Bau von Straßen.

Bild: Jean-Pierre Dalbéra (Flickr), Codice Internet (Flickr)

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