Excite

Simulierter Mars-Flug beim Experiment in Moskau geglückt

Eine bemannte Expedition zum Mars dürfte so ziemlich das schwierigste, gefährlichste und kostspieligste Unterfangen sein, dass die Menschheit jemals in Angriff nehmen könnte – damit nichts dem Zufall überlassen wird, simulieren Wissenschaftler seit Monaten in Moskau mittels des Experimentes 'Mars 500', genau diese Situation. Jetzt ist die virtuelle Raumfähre auf dem roten Planeten gelandet.

Es ist das bislang größte und umfangreichste Mars-Experiment in der Geschichte der Raumfahrt – insgesamt sechs Astronauten spielen in einem abgeschotteten Bereich in Moskau die gesamte Expedition zu unserem Nachbarplaneten durch. Auf dem Gelände des Moskauer Instituts für biomedizinische Probleme (IMBP) befinden sich seit Juni 2010 insgesamt drei Russen, ein Italiener, ein Chinese und ein Franzose in totaler Isolation.

Völlig auf sich allein gestellt simulieren sie die mehr als sechsmonatige Reise zum Mars, und genau dort sind sie nun heil und ohne größere Zwischenfälle angekommen. Genauer gesagt drei von ihnen, denn die Hälfte der Crew muss nun 30 Tage lang in der Raumkapsel bleiben und die Geschehnisse überwachen, nur drei Astronauten sind auf die Oberfläche des Planeten geflogen und werden hier nun Experimente durchführen.

Neben den Raumkapseln wurde auch der Mars selbst nachgebaut, alles soll so perfekt wie möglich durchgespielt werden – besonders groß war auch die Frage, ob es die Astronauten überhaupt schaffen, über so lange Zeit in einem derart kleinen Raum miteinander auszukommen, offensichtlich aber klappte dies bislang gut. Insgesamt 520 Tage dauert das Mars-Experiment von Moskau, erst danach dürfen die sechs Astronauten wieder in die Außenwelt zurückkehren – wir gratulieren dieser Tage schon einmal für die geglückte Mars-Landung.

Quelle: Sueddeutsche.de
Bild: YouTube

Deutschland - Excite Network Copyright ©1995 - 2016