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Lebensmittel bei Amazon teuer und umständlich

Der Weltweit größte Versandhändler Amazon ist auch in das Geschäft mit Lebensmitteln eingestiegen – allerdings überwiegen beim Start die Probleme mit dem neuen Service. Nach ersten Tests von Verbraucherschützern ist der Kauf von Lebensmitteln über Amazon in erster Linie eins: teuer und umständlich.

Seit dem 1. Juli bietet das US-amerikanische Unternehmen nun also auch frische Lebensmittel in seinem Sortiment an. Was aber zunächst einmal wie eine gute und interessante Neuigkeit klingt, steckt noch absolut in den Kinderschuhen. Denn der Versand der Produkte erfolgt laut Sueddeutsche.de nicht wie üblich über Amazon selbst, sondern über nicht weniger als 60 Partnershops.

Das hat zur Folge, dass für unterschiedliche Produkte jeweils eigene zusätzliche Versandkosten anfallen. In Testkäufen für einen Singlehaushalt, bei dem Lebensmittel für 19,96 Euro erworben wurden, musste man zusätzliche Versandkosten in Höhe von 30,77 Euro bezahlen. Die simple Erklärung, fünf der zehn Produkte kamen von unterschiedlichen Anbietern, schnell überstiegen die Versandkosten die eigentlichen Lebensmittelpreise.

Und nicht nur die Versandkosten übersteigen jedes Maß an Vernunft, auch die Preise der Lebensmittel selbst lagen im Durchschnitt deutlich über denen aus dem Supermarkt – und das um ganze 38%! Unter diesen Konditionen dürften sich nicht allzu viele optimistische Kunden finden lassen, die künftig ihre Lebensmittel von Amazon beziehen wollen. Schließlich gibt es auch andere Supermärkte, die den Versand ihrer Produkte anbieten.

Doch damit noch nicht genug der Beschwerden – bei der überwiegenden Mehrheit der insgesamt rund 49.000 Lebensmittel auf Amazon fehlten wichtige Produktinformationen wie Zutaten und Bestandteile. Der Konzern erklärte, dieses Problem so schnell wie möglich lösen zu wollen. Bis dahin wird der Kunde seine Lebensmittel wohl eher nicht bei Amazon bestellen...

Bild: Amazon, Mike Relund(Flickr)

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