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Kony 2012 Teil 2 soll auch Kritiker überzeugen

Wir hatten bereits zur Social Network Kampagne "Kony 2012" berichtet, welche große Erfolge feierte, aber auch viel Kritik einstecken musste.

So wurde der Vorwurf laut, dass das Video 'Kony 2012' das komplexe Thema zu einfach darstelle. Es impliziere, dass Joseph Kony nach wie vor Uganda bedrohe; tatsächlich sei seine Armee aber gar nicht mehr dort aktiv und auf knapp 250 Kämpfer zusammengeschrumpft. Man befürchtete, dass durch diese Aktion nun andere Organisationen in Afrika in den Hintergrund geraten würden. Denn Hunger, Aids oder Korruption seien die wahren Probleme des Landes.

Diesen Kritikern musste die Organisation Invisible Children nun eine Antwort liefern: Gestern haben die Aktivisten ein zweites Video über den ugandischen Rebellenführer Joseph Kony veröffentlicht. Das zwanzigminütige Video "Kony 2012 Part 2" beginnt mit den Reaktionen auf den ersten Film, dann erläutern sie weitere Hintergründe zu dem blutigen Vorgehen der Widerstandsarmee (LRA) und gehen schließlich direkt auf die Kritik ein.

Im Gegensatz zum ersten Teil sind auch Stimmen aus der Zentralafrikanischen Republik und der Demokratischen Republik Kongo zu hören. Das Video berichtet über den aktuellen Stand der LRA, was mit ihr zurzeit passiert und was bisher unternommen worden ist, um Kony festzunehmen. Ob das neue Video die Kritiker überzeugen kann, bleibt jedoch abzuwarten.

Übrigens, der Regisseur des ersten Films, Jason Russell, ist nach seiner Einlieferung in eine psychiatrische Klinik nicht mit dabei. Er soll an einer rückwirkenden Psychose leiden, welche durch den Stress aufgrund der plötzlichen Bekanntheit ausgelöst wurde.

Hier das Video Kony 2012 Teil 2

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