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Kein Humor! Apple mit einstweiliger Verfügung gegen den 'eiPOTT'

Je größer und erfolgreicher ein Konzern wird, desto geringer wird ganz offensichtlich auch sein Sinn für Humor – anders jedenfalls dürfte es nicht zu verstehen sein, dass sich der Computerhersteller Apple tatsächlich zu einer Klage gegen einen Eierbecher mit dem Namen 'eiPOTT' gezwungen sah. So geschehen jetzt vor dem Hanseatischen Oberlandesgericht.

Das mittelständische Unternehmen 'koziol' hatte sich den Eierbecher in angelehnter Form eines iPods ausgedacht - da war der Name natürlich naheliegend. Apple aber gefiel das gar nicht, und prompt wurde eine Klage auf einstweilige Verfügung an den Start gebracht, sie sahen ihre Marke durch den gemeingefährlichen 'eiPOTT' in Mitleidenschaft gezogen.

Zwar machte das Gericht klar, die Namensgebung sei eine witzige Idee, auf die man erst einmal kommen müsse, 'eine humorvolle oder parodistische Auseinandersetzung aber vermag der Senat nicht erkennen, es herrscht hier nicht der Aspekt der Kunstfreiheit', so die Begründung des Gerichts. Sollte koziol nun seinen 'eiPOTT' weiter unter dem Namen vertreiben, droht gar ein Ordnungsgeld von 250.000 Euro.

Dabei war das Produkt ein absoluter Renner, Kunden liebten den Eierbecher, der auch in Design und Verpackung an das Produkt von Apple erinnerte. Nun wird es den Eierbecher zwar auch weiter in dieser Form geben, doch der Name 'eiPOTT' wird nicht mehr mit von der Partie sein – auf Nachfrage bei Apple war der Großkonzern zu keiner Stellungnahme bereit.

Quelle: Handelsblatt.com
Bild: Flickr Petra de Boevere und Themonnie

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