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Jetzt möglich - Manipulation von Live-Videos

Bisher war die Manipulation von Live-Videobildern Zukunftsmusik. Zwei neue Verfahren, die unabhängig voneinander an der TU Illmenau und am Max-Planck-Institut entwickelt wurden, erlauben es dagegen in Echtzeit in Live-Videostreams Gegenstände verschwinden zu lassen bzw. menschliche Körper zu verändern und zu manipulieren.

'Diminished Reality Effekt' nennt die TU Illmenau ihr Verfahren, mit dessen Hilfe man Gegenstände aus Livestreams verschwinden lassen kann. Entwickelt wurde das Verfahren vom Fachgebiet 'Virtuelle Welten / Digitale Spiele', erstmals der Öffentlichkeit vorgestellt wurde es während des International Symposium on Mixed and Augmented Reality (ISMAR), das noch bis zum 16. Oktober in Seoul stattfindet.

Das weltweit einzigartige Verfahren der TU Illmenau, das in zwei Schritten binnen weniger Milisekunden Gegenstände aus Videobildern entfernt, bietet zahlreiche Einsatzmöglichkeiten. Neben der Möglichkeit mittels des 'Diminished Reality Effekt' visuelle Eindrücke zu reduzieren, gibt es auch wesentlich profanere Anwendungsmöglichkeiten. Zum Beispiel ist es damit möglich ohne großen Aufwand und nur mittels einer Webcam nachzuprüfen, wie sich ein neues Möbelstück in der eigenen Wohnung machen würde.

Die Forscher der TU Illmenau rechnen damit, dass das Verfahren in kurzer Zeit auf Smartphones eingesetzt werden kann und dadurch völlig neue Augmented Reality-Anwendungen programmiert werden können.

Zetgleich stellte das Max-Planck-Institut ein nicht minder spektakuläres Verfahren zur Manipulation von Livebildern vor. Dabei geht es nicht darum Gegenstände aus Bildern verschwinden zu lassen. Dieses Verfahren eignet sich vielmehr dazu in Livebildern menschliche Körper zu erfassen und zu manipulieren, so zeigt deren Beispielvideo, wie der Oberkörper eines Schauspielers in Echtzeit muskulöser dargestellt werden kann.

Bild: TU Illmenau

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