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Iran zensiert Google Plus

Die Betaphase von Google Plus ist noch gar nicht abgeschlossen, da landet das neue soziale Netzwerk von Google offenbar schon auf der Zensurliste des Iran. Jedenfalls ist die Website in dem Land nicht mehr abrufbar. Da hat der asiatische Staat aber sehr schnell gehandelt.

In kaum einem anderen Land der Welt wird das Internet so stark überwacht und reglementiert wie im Iran. Fast logisch, dass dann eine weitere „westliche“ Seite wie Google Plus, die zudem noch so viel Aufmerksamkeit bewirkt, sofort ins Visier der Zensur-Obrigkeit des Landes fällt.

Besonders soziale Netzwerke missfallen totalitären Regierungen, so wohl auch dem Oberhaupt des Irans. Denn über Facebook und Co. lassen sich prim Widerstandsbewegungen organisieren. Dass dies auch bei Google Plus so läuft, dem hat die iranische Regierung wohl offenbar schon vor offiziellem Start der Website einen Riegel vorgeschoben.

Wie Radio Zamaneh unter Berufung auf Itna, der iranischen Telekommunikationsagentur, berichtet, soll Google Plus vom Iran aus nicht mehr abrufbar sein. Die Regierung hat bisher aber noch keine offizielle Stellungnahme dazu abgegeben. Stattdessen plant der Iran offenbar den Aufbau eigener Webangebote, zum Beispiel der Suchmaschine 'Ya Haq', was soviel wie 'Gott anrufen' bedeutet. Aber es dürfte sich sein, dass nicht Gott die Suchanfragen persönlich beantwortet, sondern alles unter staatlicher Kontrolle liegt.

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