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Interpol startet Fahndung nach Julian Assange wegen sexueller Nötigung

Gegen den mittlerweile berühmt-berüchtigten Wikileaks-Gründer Julian Assange ist ein internationaler Haftbefehl erlassen worden – dies teilte die Polizeiorganisation Interpol am gestrigen Dienstag im französischen Lyon mit. Seit einiger Zeit schon gab es die Vorwürfe von zwei bislang anonym gebliebenen schwedischen Frauen, Assange habe sie sexuell genötigt und vergewaltigt.

Seit Bekanntwerden der Vorwürfe vor einem Monat wird in dem skandinavischen Land gegen Assange ermittelt, Mitte November dann stellte die schwedische Polizei bei Interpol einen Antrag auf einen internationalen Haftbefehl. Nun steht er als Verdächtiger auf der sog. 'Red-Notice-Liste', die bei einer Festnahme die Auslieferung an ein ermittelndes Land ermöglicht.

Abgetaucht war der 39-jährige Australier schon seit Wochen, und spätestens seit den jüngsten Veröffentlichungen 250.000 brisanter Geheimdokumente auf Wikileaks ist Julian Assange völlig aus der Öffentlichkeit verschwunden. Die Vorwürfe der sexuellen Nötigung aber hatte der Australier stets zurückgewiesen und als Komplott er US-Regierung bezeichnet. Wegen der zahlreichen Enthüllungen rund um das US-Militär wolle man ihn mundtot machen, so Assange.

Was letztlich an den Anschuldigungen der Vergewaltigung dran ist, lässt sich jetzt noch nicht sagen. Laut Informationen von Welt.de habe die schwedische Justiz Julian Assange auch angeboten, wegen seines unbekannten Aufenthaltsortes eine Befragung zu den Anschuldigungen per Telefon oder Internet durchzuführen. Wie sich die Fahndung nach Julian Assange wegen sexueller Nötigung weiter entwickelt, muss daher abgewartet werden – dass jetzt allerdings schon Interpol nach dem 39-Jährigen sucht, dürfte zusätzliche Brisanz in den Fall bringen.

Bild: Youtube 1 und 2

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