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Internetpornographie nimmt immer mehr zu

Das Internet ist zunehmend zum größten Verbreiter sexueller Inhalte geworden. Laut einer Untersuchung von Microsoft South Africa aus dem Jahre 2006 enthalten bereits 12% aller Websites pornografisches Material.

Im Internet findet man alles, was auch nur im entferntesten noch etwas mit Sex zu tun hat. Absonderlichste Vorlieben von Sex mit Gegenständen oder mit Tieren bis hin zu bizarrsten Fetischen aller Art sind im Internet problemlos abrufbar.

Das praktischste dabei ist freilich: Wer sich noch vor 15 Jahren Pornos anschauen wollte, muss sich inkognito in eine oftmals dreckige City-Videothek schmuggeln und mit Scharmesröte den dickbäuchigen Angestellten um Rat fragen. Äußerst unangenehm.

Heute geht all dies viel simpler, mit ein paar Klicks hat man die Filme direkt in seiner stillen Kammer. Der große Nachteil dabei ist natürlich das Problem des Jugendschutzes. Wie kann man Kinder und Jugendliche vor solchen Inhalten schützen, die ganz sicher keine positive Wirkung auf ihre Persönlichkeit haben werden?

Zahlreiche Untersuchungen haben gezeigt, dass Verbote von Internetseiten erstens kaum durchführbar sind und allein von ihrer unfassbaren Menge niemals zu beherrschen wären. Bleiben nur die Eltern, die darauf Acht geben müssten, was sich ihre Kinder im Internet so alles anschauen. Allerdings können auch diese nicht eine Beobachtung rund um die Uhr gewährleisten – und wünschenswert wäre dies ohnehin nicht.

Ein anderes Problem besteht auch auf der anderen Seite. Unzählige junge Menschen stellen auf Amateur-Seite ihre selbstgedrehten Heim-Pornos ins Netzt und exponieren sich schamlos einer riesigen Öffentlichkeit. Konsequenzen dessen werden nicht bedacht.

Besonders große Sorgen macht Jugendschützern die Tatsache, dass viele dieser sexuellen – oftmals stark frauenverachtenden – Praktiken von den Jugendlichen als Vorbild wahrgenommen werden. Eine ansteigende Verrohung stellen Pädagogen diesbezüglich schon länger fest.

Wenn man das Internet deshalb nicht kontrollieren kann, muss man den Jugendlichen dabei helfen, derartige Inhalte besser einzuschätzen. Dass nicht alles, was man im Internet sieht zur Nachahmung empfohlen ist, wäre dabei ein erster wichtiger Schritt.

Quelle: Zeit-Online
Bild: Dean Shareski (Flickr)

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