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Internetkuriositäten mit Google Earth und Street View

Ein englischer Student rückte das Haus seiner Eltern ins öffentliche Licht, indem er es mit einem riesigen Penis ausstatte. Genau genommen, hat er mit weißer Farbe ein fast zwanzig Meter langes Glied auf das Dach gemalt. Lange blieb das Kunstwerk unbemerkt, ein Helikopterpilot sah es dann doch und ließ seine Passagiere Fotos schießen.

Wie die britische "The Sun" berichtet, hatte der 18-jährige Rory McInnes eine Reportage über Google Earth gesehen. Durch die freie Software können Internetnutzer Satellitenbilder von nahezu allen Orten der Erde bekommen. Von oben ergeben sich manchmal lustige Anblicke dieser Welt, ein überdimensionaler Penis auf dem Dach ist natürlich so einer. Rorys Eltern Andy und Clare hielten es für einen Scherz, als sie durch das britische Klatschblatt erfuhren, dass ein Riesenpenis ihr Haus schmückt.

Das 1-Millionen-Pfund-Anwesen war erst ein Jahr zuvor gebaut worden, kurz darauf hatte sich Rory McInnes dazu entschieden, es zu "verschönern". Ein Jahr lang wusste niemand außer ihm vom Riesenpenis, als das Kunstwerk entdeckt wurde, war er gerade in Brasilien und lachte am Telefon nur: "Oh, ihr habt es also gefunden."

- Weitere lustige und skurrile Bilder über Google Earth

Nicht immer sorgen die Google-Technologien für soviele Lacher wie im Falle des Dachpenisses. Google Earth wird von vielen Menschen als aufdringlich empfunden, weil die Satellitenbilder an High-Tech-Überwachung erinnern. "Google findet dich überall" ist oft zu hören. Auch der europäische Testlauf der umstrittenen Google Street View fiel eher negativ auf und ging richtig in die Hose. Über Street View erhält der Nutzer 360-Grad-Ansichten von Gebäuden, zu diesem Zweck reisten Kamerateams von Google quer durch Europa und machten Aufnahmen.

Wie die "Netzeitung" berichtet, waren in der britischen Version von Street View zahlreiche Fotos zu sehen, auf denen nicht wie versprochen, die Gesichter unkenntlich gemacht worden waren. So sah man nackte Kinder bei einem Familienpicknick, Männer beim Betreten von Sex-Shops und einen sich übergebenden Betrunkenen. Die Bilder wurden durch technische Probleme beim Verfremden entschuldigt und sofort entfernt. Auch in Deutschland wurden Kamerateams von Google gesichtet, nach einigen Protesten ist die Produkteinführung hier bis auf weiteres verschoben.

Ob riesige Penisse aus der Vogelperspektive oder gestochen scharfe Sex-Shop-Besucher, Google macht sich mit seinen Diensten Earth und Street View nicht nur Freunde und leistet einen umstrittenen Beitrag zur Diskussion um Internet und die Privatsphäre.

Bild: Screenshot 'The Sun'

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