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Internetinhalte nicht kontrollierbar

Das Internet ist zu einem kaum zu durchblickenden Raum geworden. Neben unzähligen Pornoseiten, die insbesondere für Kinder nicht empfehlenswert sind, wimmelt es auch von verfassungsfeindlichen Inhalten, von Nazipropaganda bis Kinderpornos.

Kann man überhaupt gegen diese Inhalte vorgehen? Können politische Maßnahmen solche Seite schlicht verhindern? Die banale Antwort lautet wohl: Nein!

Zu diesem Ergebnis kamen nun zwei Gutachten der Kommission für Jugendmedienschutz der Landesmedienanstalten (KJM), die sich explizit mit dieser Fragestellung beschäftigten. Dabei handelt es sich gleichsam um ihr eigenstes Metier, denn seit 2003 ist die KJM offiziell für den Jugendschutz im Internet zuständig. Zuvor war dies noch Aufgabe der jeweiligen Landesregierung.

Das Ergebnis fasst der Vorsitzende der KJM Wolf-Dieter Ring folgendermaßen zusammen: Zwar seien Sperrungen von Seiten durch Internetprovider technisch möglich, jedoch werde im Rahmen der Gutachtens deutlich, dass diese nur begrenzt effektiv seien. Sehr einfach sei es mit ein wenig Kenntnis die Sperren zu umgehen.

Außerdem würden gesperrte Seiten so rasch mit neuen Internetadressen wieder hochgefahren, dass sich die Arbeit nicht lohnen würde. Das Fazit der Gutachten fällt demnach relativ ernüchternd aus. Ein juristisches Vorgehen gegen einzelne Seiten wird niemals den gewünschten Effekt mit sich bringen.

Quelle: Focus-Online
Bild: Pal Berge (Flickr)

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