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"in my name" - Mit YouTube in eine bessere Welt

Mit der Aktion "in my name" wird das Videoportal YouTube endlich mal für einen guten Zweck benutzt. Hierbei geht es darum, dass die reichen Ländern dieser Welt ihre Versprechen halten und sich um die Umsetzung der sogenannten Millennium Development Goals kümmern. Da klingelt was? Richtig, zur Jahrtausendwende setzten sich die Regierungen vieler Ländern zusammen und beteuerten, die Welt in 15 Jahren verbessern zu wollen, schrecklich viel hat sich seither nicht getan. Gut, dass es da noch das Web 2.0 gibt, denn hier kommen Menschen zusammen und können gemeinsam großen Druck ausüben.

Die "White Band Action" macht darauf aufmerksam, dass heute noch immer 850 Millionen Menschen Hunger leiden und mehr als eine Milliarde für weniger als einen Dollar am Tag arbeiten. Viele Länder scheinen einfach nicht einhalten zu können oder zu wollen, was sie einst versprachen und da es nur noch sieben Jahre bis 2015 sind, raten die Unterstützer der "White Band Action" selbst aktiv zu werden, nämlich durch die "in my name"-Kampagne. Dabei sollen all jene, die Druck ausüben wollen, ein Video von sich selbst hochladen. Es soll seinen Namen und seine Heimatstadt und eine persönliche Botschaft an die führenden Politiker der Welt enthalten. Bis zum 1. November sind die YouTube-Nutzer dazu angehalten noch Videos beizusteuern. Anschließend wird ein Zusammenschnitt der besten und kreativsten Beiträge angefertigt, der als globales und gemeinschaftliches Druckmittel fungieren soll.

Hier der Aufruf, bei "in my name" mitzumachen, um für eine bessere Welt einzustehen

Auf der Seite der "White Band Action" wird bereits dazu aufgerufen, an der Online-Petition teilzunehmen und seine persönliche Botschaft loszuwerden, aber der eigene YouTube-Kanal von "in my name" schafft eine ganz andere Öffentlichkeit. Zig Videos werden hochgeladen und weiterempfohlen, Prominente und alle anderen machen ihre Botschaften und ihre Versprechen an die Welt deutlich. Der YouTube-Kanal hat knapp 1300 Befürworter, unter den zahlreichen bekannten Namen tummeln sich Rapper Will.i.am, Sänger John Legend, Schauspielerin Scarlett Johansson aber auch Menschenrechtler wie Erzbischof Desmond Tutu, um nur einige zu nennen.

Die acht Millennium Development Goals sind:

  1. Bekämpfung von extremer Armut und Hunger
  2. Vollständige Primarschulbildung für alle Jungen und Mädchen
  3. Förderung der Gleichstellung der Geschlechter und Stärkung der Rolle der Frauen
  4. Reduzierung der Kindersterblichkeit
  5. Verbesserung der Gesundheitsversorgung von Müttern
  6. Bekämpfung von HIV/AIDS, Malaria und anderen schweren Krankheiten
  7. Ökologische Nachhaltigkeit (Verbesserung des Umweltschutzes)
  8. Aufbau einer globalen Entwicklungspartnerschaft

Jedes der acht Millennium Goals ist mit konkreten Zahlen und Zielbestimmungen formuliert. Leider haben die Regierungen bisher nicht so viel tun können, wie sie versprochen haben, so dass es nun an den Bürgern liegt durch die "White Band Action" Druck zu machen. Der YouTube-Kanal von "in my name" könnte einen großen Schritt in eine bessere Welt bedeuten.

Quelle: whitebandaction.org
Bild: YouTube.com/inmyname

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