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"In memoriam" – Facebook bietet nun Profil für Verstorbene an

Seitdem es das Internet und besonders Social Networks gibt, in denen User in einem persönlichen Profil ihre Person und ihr Leben offenbaren, war schon immer die Frage, was passiert mit den Accounts von Verstorbenen? Geistern sie in der Folge als verwahrloste Gespenster durch die Datenmengen des Internets?

Um diesem Problem zu begegnen führt der Internetdienst Facebook nun die "In memoriam"-Funktion ein. Bei einem Todesfall können Freunde oder angehörige ein Online-Formular ausfüllen und aus dem einstigen Profil eine Art Ort des Andenkens machen. Für diesen Fall erhöhen sich die Privatsphären-Einstellungen und nur noch bestimmte Menschen haben Zugriff auf das Profil.

Wie die Schweizer Tageszeitung "Blick" auf ihrem Internetportal berichtet, schrieb der Facebook-Programmierer Max Kelly als Erklärung zum neuen Feature in seinem Blog: "Lediglich bestätigte Freunde können das Profil danach einsehen. Zudem werden keine neuen Freunde mehr vorgeschlagen und die Status-Update-Funktion wird deaktiviert."

Für die Welt des Internets war eine solche Möglichkeit längst überfällig – schließlich notiert ein Postbote auf einem nach dem Tod nicht mehr zustellbaren Brief ebenfalls den Vermerk "verstorben". Die nun demnächst entstehenden "In memoriam"-Profile von verstorbenen Freunden und Bekannten sollen dann in erster Linie dazu dienen, das Andenken an geliebte Menschen auch auf Facebook zu pflegen.

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