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Im Kreml: Wurm im Salat getwittert

Zu Ehren von Bundespräsident Christian Wulff fand im Moskauer Kreml ein Staatsbankett statt, zu dem sich ein Wurm im Salat verirrt hatte und ein russischer Gouverneur hatte darauf nichts besseres zu tun, als den Vorfall zu fotografieren und um die Welt zu twittern. Der Chefkoch fand das gar nicht witzig.

Da staunte der Alexandersaal des Kreml nicht schlecht. Ein Wurm kroch über den Salatteller von Dmitri Selenin, Gouverneur von Twer. Doch anstatt sich in der Küche aufzuregen, bewies Selenin, dass er in den modernen Zeiten angekommen ist. Per Handy fotografierte er den Wurm und twitterte ihn auf seinem Account.

Nun läuft die Küche Sturm. Chefkoch Anatoli Galkin war zwar bei dem Vorfall im Urlaub, meldete sich aber umgehend und sagte seine Meinung zu Selenins Verhalten. 'Das ist doch alles Nonsens', soll er laut dem Hamburger Abendblatt gebrüllt haben. Und auch andere russischen Funktionäre fanden das alles andere als witzig.

Selenin habe Glück, dass er der Gnade der späten Geburt zuteil wurde, meinte Kremlfunktionär Sergej Prichodko. Er nannte das Verhalten unverantwortlich und dumm. Zu Stalins Zeiten wäre er erschossen worden und unter Breschnew hätte er in einem sibirischen Bergwerk schuften müssen. Da hat Dmitri Selenin ja Glück, dass diese Zeiten vorbei sind und wir stattdessen in einem Zeitalter leben, in dem man einen Wurm im Salat twittern kann.

Bild: YouTube

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