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Im Internet wird es eng

Das Internet ist allgegenwärtig, aber wie lange noch? Nachdem die Zahl der Online-Nutzer in den letzten fünfzehn Jahren nahezu explodiert ist, könnte es sein, dass in den kommenden Jahren keine weiteren Anschlüsse mehr verfügbar sind. Informatiker arbeiten schon seit geraumer Zeit an dem Netz-Protokoll IPv6, das den Datengau verhindern und neuen Platz im Netz schaffen soll.

Das Problem ist, dass mittlerweile immer mehr Geräte online gehen. Spielekonsolen, Notebooks, Mobiltelefone und in der Zukunft auch Autos oder Kühlschränke. Die derzeitige Technik wird nach Expertenmeinung ihre Grenzen im Jahr 2011 oder 2012 finden. Wenn IPv6 flächendeckend angewandt wird steigt die Zahl der Internetadressen von derzeit 3,7 Milliarden auf unglaubliche 667 Billiarden pro Quadratmilimeter auf der Erde.

Das sollte dann ja erst mal eine Weile vorhalten. Auch die Geschwindigkeit des Internets profitiert von der Umstellung. Die aktuelle Internet-Version ist nicht für Echtzeit-Transfer ausgelegt, wird aber dafür genutzt. Wann genau die Netzbetrieber umstellen, ist noch offen, obwohl schon länger an IPv6 gebastelt wird. Informatiker Christoph Meines sagte im Gespräch mit "FOCUS Online", es "fehlte lange Zeit der Druck, der sich nun wegen der bevorstehenden Adressknappheit drastisch erhöht."

Wer bereits im Internet ist und sich dort auch eine E-Mail-Adresse zugelegt hat, der verrät übrigens überraschend viel über seine eigene Persönlichkeit. Leipziger Psychologen haben rausgefunden, dass die Gestaltung der E-Mail-Adresse, also der Name, der Anbieter oder etwa die Endung, Rückschlüsse auf den Charakter zulassen. Mittels Persönlichkeitsfragebögen von knapp 600 Internetnutzern zwischen 15 und 18 Jahren kamen die Forscher zu diesem Ergebnis.

Quelle: scienceticker.info
Bild: Stephen McLeod Blythe (Flickr)

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