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Identitätsdiebstahl im Internet - was tun?

Identitätsdiebstahl im Internet – was tun? In Zeiten von Online-Shopping, Email-Kontakt, Twitter, Facebook und anderen sozialen Netzwerken ist der Klau des digitalen Ichs keine Seltenheit mehr. Identitätsdiebstahl ist kein Kavaliersdelikt. Er kann finanzielle sowie persönliche Existenzen zerstören, doch in Deutschland ist er bis jetzt noch nicht als Straftat. Was kann man tun, wenn man Opfer wird? Wie kann man sich wehren und schützen?

    Ministerio TIC Colombia/Flickr

Die breite Palette: Missbrauch von Daten im Netz

Der Daten-Missbrauch im Internet, oder auch Identitätsdiebstahl genannt, findet statt, wenn der eigene Name oder die persönlichen Informationen durch eine andere Person genutzt werden. Beispielsweise kann ein Dieb die persönlichen Kreditkartendaten nutzen, um im Netz einzukaufen.

Identitätsdiebstahl im Internet ist es aber auch, wenn jemand im Namen einer Person ein Facebook-Profil veröffentlicht und Falschdaten verbreitet. Ein Bestandteil des Identitätsklaus im Netz ist auch der Missbrauch eines Namens in Foren bzw. bei Kommentaren, um einer Person zu schädigen.

Dann kann auch ein Name missbraucht werden, um im Internet Straftaten zu begehen, zum Beispiel um Bombendrohungen auszusprechen. In vielen Fällen bekommt die Person, deren Identität im Internet geklaut wurde, erst etwas mit, wenn es zu spät ist und spätenstens dann, wenn die Polizei vor der Tür steht.

Als Opfer des Diebstahls kann man im Glücksfall beweisen, dass man unschuldig ist. In vielen Fällen hilft das jedoch wenig, denn wenn der Name für öffentliche Schandtaten genutzt wurde, ist man in der Öffentlichkeit bloß gestellt.

Wer Opfer vom Web Identitätsdiebstahl wird, sollte zur Polizei gehen. Der Klau ist zwar rechtlich gesehen keine Straftat in Deutschland, doch gibt es ein paar Gesetze, die man für sich nutzen kann. So besagt zum Beispiel § 238 des Grundgesetzbuches zum Thema 'Nachstellung', dass Personen, die im Namen dritter Waren oder Dienstleistungen bestellen, zu drei Jahren Haft belangt werden können.

Schritte als Opfer des Identitätsmissbrauches

Der Gang zur Polizei sollte auf jeden Fall erfolgen, wenn man zum Opfer des Identitätsmissbrauches im Netz wurde. Ware, die nicht selbst bestellt wurde, sollte auf keinen Fall von der Post angekommen werden.

Wenn der Name in Blogs oder auf Webseiten fälschlicherweise auftritt, kann man den Betreiber bitten, diesen zu entfernen. Jedoch sollte man ihn auch um Beweise bitten: Die Email-Adresse der Person, die den Kommentar geschrieben hat oder andere Daten, die die Person beim Anmelden nutzte.

Zudem sollte man offen über den Missbrauch mit Freunden, Kollegen, Nachbarn und Familie reden, um den Falschaussagen entgegenzuwirken. Außerdem sollten alle Passwörter ausgetauscht werden.

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