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Hype um Second Life ist zu Ende

Es galt als der neuste und wichtigste Schrei im neuen Web 2.0 - Second Life! Noch vor einem Jahr wusste jeder, dass zukünftig niemand mehr an dieser neuen virtuellen Parallelwelt vorbeikommen würde.

Firmen aller Art drängten mit Macht und viel Geld in die neue Realität. Alle hatten nur das Ziel, den Trend nicht zu verschlafen und mit den neuen Möglichkeiten Millionen neuer Kunden und Millionen-Einnahmen zu generieren.

Jede Company – sogar Hochschulen oder politische Institutionen wie das Land Baden-Württemberg – suchten nach immer pompöseren und kostspieligeren 3D-Auftritten in Second Life. Beinahe alles wurde versucht, um ein erfolgreiches Marketing zu veranstalten.

Dieser Hype ist vorbei. Schnell hat sich gezeigt, dass in der neuen Realität das Geld eben nicht auf der Straße liegt. Unternehmen wie Mercedes-Benz, Adidas oder die Deutsche Post AG haben ihre digitalen „Filialen“ sogar bereits geschlossen.

Aber ganz vorbei ist die Geschichte von Second Life dann doch nicht. Wie sich jetzt zeigt ist an die Stelle von übertriebenem und hysterischem Hype jetzt ein gelassener Umgang mit dem Web 2.0 getreten. Anstatt mit aller Macht nach Profitchancen zu eifern erproben zahlreiche Firmen in dem Portal nun neue Kommunikationsstrategien.

Second Life ist zu einer Art Spielwiese für neue Ideen geworden. Hier lässt sich austesten, wie visuelle Kommunikation zukünftig funktionieren könnte.

Und betrachtet man die finanziellen Gewinne, die bislang so in Second Life erwirtschaftet wurden, wäre es auch allzu blauäugig weiterhin an das große Geschäft zu glauben. Nach jüngsten Schätzungen dürfte kaum jemand der insgesamt 1,3 Millionen User mehr als durchschnittlich 10 Dollar Gewinn in Second Life gemacht haben.

Quelle: Focus-Online
Bild: Tine & Hagen Graf (Flickr)

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