Excite

Hör sich das mal einer an: Kopfhörer aus dem 3D-Drucker

Mit Musik geht (fast) alles besser – allerdings nicht, wenn nach kurzer Zeit die Ohren schmerzen, weil die Kopfhörer schlecht sitzen. Ein US-Start-up verspricht Abhilfe und will in Kürze maßgeschneiderte Kopfhörer anbieten, die per 3D-Druck millimetergenau gefertigt werden sollen.

    Pixabay

Plansoll übererfüllt: 250 000 Dollar wollte das Unternehmen OwnPhones auf der Crowdfunding-Plattform Kickstarter einsammeln, geworden sind’s mehr als 750 000 Dollar (umgerechnet knapp 600 000 Euro). Somit kann das Start-up aus San Diego seine Geschäftsidee in die Tat umsetzen: Personalisierte In-Ear-Kopfhörer, die genau auf die Ohren der Käufer abgestimmt sind und per 3D-Drucker hergestellt werden.

Videoscan der Ohren wird in 3D-Datei umgerechnet

Damit die Ohrstöpsel auch wirklich sitzen, nimmt der Kunde mithilfe seines Smartphones und einer speziellen App ein kurzes Video seiner Ohren auf. Den Clip übermittelt die App an die Server von OwnPhones, wo das Video in eine 3D-Datei umgewandelt wird. Mit dieser Datei füttert OwnPhones einen 3D-Drucker, der dann die maßgeschneiderten Stöpsel fabriziert.

Störgeräusche müssen draußen bleiben

Der Kunde hat die Wahl zwischen vier verschiedenen Modellen, der Typ „Fit“ etwa soll bei sportlichen Aktivitäten einen besonders guten Sitz bieten. Zudem kann man aus verschiedenen Farben und Dessins auswählen, laut dem Hersteller sind insgesamt 10.000 Kombinationen geplant.

Die Kopfhörer kommen ohne Kabel aus, mit dem Smartphone oder Musik-Player verbinden sie sich per Bluetooth-Funk. Der passgenaue Sitz soll dafür sorgen, dass Umgebungsgeräusche besonders gut gedämpft werden. Parallel kommt ein Signal-Prozessor zum Einsatz, der zum Beispiel Autolärm zusätzlich mindert.

Wer möchte, kann aber auch bestimmte Geräusche "durchlassen". So soll sich in der OwnPhones-App beispielsweise festlegen lassen, dass der Kopfhörer das Piepen des Weckers nicht abdämpft. Einige Modelle verfügen darüber hinaus über eine LED-Leuchte, die über die momentane Kontaktfreudigkeit des Trägers Auskunft gibt. Leuchtet das Lämpchen rot, soll das signalisieren: Lasst mich in Ruhe. Grüns Licht dagegen zeigt, dass man ansprechbar ist.

Vorbestellung läuft

Die Kopfhörer lassen sich bereits bei Kickstarter vorbestellen, die Preise starten bei 149 Dollar (rund 115 Euro). Die Produktion beginnt im Februar 2015, einen Monat später sollen die personalisierten Ohrstöpsel dann verfügbar sein.

Ein Tipp: Wer sich für das Thema 3D-Druck interessiert, für den ist das Online-Magazin von tinte24.de eine lohnenswerte Adresse. Der Druckerspezialist informiert dort über aktuelle und oft verblüffende Trends wie Lebensmittel, Luxusuhren, Musikinstrumente und menschliche Haut aus dem 3D-Drucker.

Deutschland - Excite Network Copyright ©1995 - 2016