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Helmut Markwort gründet mit Portal 'Stayalive' virtuellen Friedhof

Eigentlich ist die Idee eines virtuellen Friedhofs im Stile von Facebook und Co nicht mehr ganz so neu. Trotzdem aber ließ sich der ehemalige Chefredakteur des Focus - Helmut Markwort - nun dazu hinreißen, mit dem Portal 'Stayalive' ein genau solches Projekt aus dem Boden zu stampfen. Gemeinsam mit fünf weiteren Gesellschaftern startete er nun das kostenpflichtige Angebot, von dem er glaubt, dass es den Umgang mit dem Tod revolutionieren könnte.

Hinter dieser steilen These steht allerdings noch ein großes Fragezeichen, es bleibt abzuwarten, wie die allgemeine Resonanz auf das neue Angebot ausfallen wird. Besonders die Preise dürften dabei nämlich eindeutig abschreckende Wirkung haben, denn anders als bei Facebook oder Myspace, muss der 'Tote' hier tief in die Tasche greifen.

Die Kosten für den monatlichen Account belaufen sich auf stolze 19,90 Euro, und wer sich tatsächlich entscheidet, bis in alle Ewigkeit digital präsent zu bleiben, der zahlt einen einmaligen Preis von 499,90 Euro. Den Unterschied zu anderen Portalen, die sich als virtueller Friedhof verstehen, sieht Helmut Markwort mit Stayalive durch die Tatsache gegeben, dass man hier bereits zu Lebzeiten sein Profil anlegen kann. 'Auf anderen Trauerportalen', so Markwort, 'könne man vor dem Tod nichts machen.'

Auf Stayalive soll man nun also eine echte Hinterlassenschaft von sich erstellen können. Filme, Bilder und Stammbäume können hochgeladen und erstellt werden, und über die Funktion eines (kostenpflichtigen) Tresors, können geheime Daten und letzte Wünsche nur für bestimmte Personen hinterlassen werden. 'So kann man organisieren, dass der letzte Wille wirklich erfüllt wird', jubelte Markwort bei der Präsentation. Wir sind gespannt, ob sich Stayalive im Onlinemarkt durchsetzen wird...

Bild: YouTube, Stayalive.com

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