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Hackerangriff auf GEMA

Zweifelhafte Hilfe bekommt Google nun im Streit mit der GEMA, denn die Hackergruppe 'Anonymous' schlägt sich auf die Seite des Suchmaschinenriesen und attackiert seit Tagen die Website des Urheberrechtsvertreters. Aber anscheinend mit relativ wenig Erfolg, wie die GEMA mitteilt.

Die GEMA ist eine Vertretung von Urheberrechtsinhabern wie Komponisten, Textautoren oder Musikverlegern. Schon längere Zeit liegt die Gesellschaft im Streit mit Google. Es geht um Abgaben bei der Ausstrahlung von Musikvideos auf YouTube. Viele Clips sind in Deutschland deswegen nicht zu sehen. Die GEMA reichte sogar zuletzt Klage gegen Google ein.

Nun schaltet sich die Hackergruppe 'Anonymous' in den Streit ein. Die von IT-Websites inzwischen als 'Netz-Moralpolizei' verunglimpften Cyber-Aktivisten bombardieren die GEMA-Website seit Tagen mit Angriffen. Die Hacker stehen auf der Seite von Google und möchten die Musikgesellschaft dazu bewegen, ihre Forderungen einzustellen.

Doch sie haben damit überraschend wenig Erfolg. Die GEMA bezeichnet die Angriffe selbst als Misserfolg. 'Es sind keine Server gehackt oder Daten entwendet worden', sagte Sprecherin Bettina Müller am Montag laut WELT online. Mal ganz davon abgesehen, dass diese Hackerangriffe, sei es aus Spaß, um auf Sicherheitslücken hinzuweisen oder um Forderungen durchzusetzen, nur noch nerven, ist es äußerst unwahrscheinlich, dass sich die GEMA so zu einem Umdenken bewegen lässt.

Anonymous: Stellungnahme zur GEMA

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