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Google verwendet Panoramio anstelle von Street View

Aufgrund des WLAN-Datenskandals hat Google seine Street-View-Wagen ja vorerst von den Straßen Deutschlands zurückgezogen. Jezt hat das Unternehmen aber eine neue Methode entwickelt, um trotzdem Bilder von den Straßen in Google Maps zu integrieren. Das wird ermöglicht durch Panoramio, einem Dienst den Google 2007 einverleibt hat. Panoramio ermöglicht es seinen Benutzern Fotos seiner Lieblingsorte upzuloaden und so zu zeigen, wie es so auf der Welt ausschaut. An sich ja eine ganz nette Idee und wirklich interessant für Reisende wie auch Daheimgebliebene. Nun hat Google aufgrund der auftretenden Datenschutz-Probleme beschlossen Google Maps mit Panoramio zu verbinden.

Auf diese Art und Weise erhält man eine abgespeckte Variante von Street View, allerdings ohne verpixelte Gesichter oder Nummernschilder. Da zieht sich Google schön aus der Affäre, denn nun liegt die Verantwortung vermeintlich in den Händen derjenigen, die diese Fotos hochladen. Die Datenschützer sind aber schon am Werke und wollen natürlich so ein Hintertürchen nicht hinnehmen. Die ersten Gedanken machen sich breit und man will nun Google dazu zwingen, auch die Bilder zu verpixeln, die von Nutzern bei Google-Diensten hochgeladen werden.

Grundsätzlich kein falscher Gedanke, bleibt nur die Fragen, ob das so ohne weiteres möglich ist, bei vielen Millionen Nutzern weltweit. Es ist vielleicht noch möglich, wenn die Datenmengen überschaubar sind. Unmöglich wird es auch für einen Riesenkonzern wie Google, wenn die Nutzer anfangen, die Angebote vehement einzusetzen. Da muss Google wohl seine programmierenden Mitarbeiter anheizen, einen mittels Bilderkennung arbeitenden automatischen Filter zu entwickeln, der bei Gesichtern, Nummernschilder und Ähnlichem entsprechende Verpixelungen durchführt. Aber solange Google dazu nicht gezwungen wird, bietet Panoramio eine Alternative zu Street View, das in Deutschland bisher noch nicht eingeführt worden ist.

Bild: Panoramio, Google Maps

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