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Google stellt eigene Programmiersprache Go vor

Man tut sich ja als gewöhnlicher User mittlerweile schon recht schwer damit, irgend einen Teilbereich des Lebens zu finden, in dem der Internet-Gigant Google noch nicht seine Finger im Spiel hat. Und um dieses Spiel noch ein bisschen weiter zu treiben, stellte der amerikanische Konzern jetzt sogar seine erste eigene Programmiersprache zur Verfügung.

Das Ganze heißt Go und soll – natürlich – wieder einmal für nicht weniger als eine kleine Revolution in der Welt der Programmiersprachen sorgen. Das Projekt ist komplett Open Source und kommt mit einer Creative Commons Lizenz daher, heißt: Alle Entwickler weltweit haben Zugriff auf die Sprache und können nach eigenem Verlangen die Sprache erweitern und mitentwickeln.

Seine Finger im Spiel bei der Entwicklung von Go hatte Unix-Vater Kenneth Thompson. Er sorgte mit dafür, dass die neue Programmiersprache in erster Linie einfacher und effektiver funktionieren soll als bisherige Verfahren. Wie bei der Präsentation mitgeteilt wurde, soll Go alle guten Eigenschaften der anderen Programmiersprachen in sich vereinen, so z.B. die hohe Sicherheit der gängigen Sprachen C oder C++.

In erster Linie ging es Google bei der Entwicklung von Go um die Geschwindigkeit beim Kompilieren – laut dem Unternehmen lassen sich schon jetzt im frühen Stadium der Entwicklung hohe Geschwindigkeiten erreichen, so dass selbst große Bibliotheken binnen weniger Sekunden kompiliert und in einen Code verwandelt werden können.

Weiterhin soll sich Go besonders für die Programmierung von Multi-Prozessor-Systemen eignen, die schon mit der aktuellen Version voll funktionstüchtig ist. Unter Golang.org kann die neue Programmiersprache von Google jetzt heruntergeladen werden – das freundliche Maskottchen von Go, ein etwas dümmlich dreinschauendes Erdhörnchen, weist einem bei der Installation den Weg.

Quelle: ZDNet.de
Bild: YouTube

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