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Google stellt Chinesen 'People Finder' zur Verfügung

Trotz des Streits zwischen China und Google, scheint dem Unternehmen das Leid der Erdbebenopfer der Quinghai Provinz nahezugehen und so hat Google seinen People Finder wiederbelebt. People Finder hatte Google bereits bei dem Erdbeben in Chile zur Verfügung gestellt, um verschollene Angehörige zu suchen und zu finden.

Bei dem Tool von Google kann man Informationen zu einer Person durch Angabe des Vor- und Zunamen suchen. Die Datenbank ergibt sich dabei aus Personen, die ebenfalls durch Nutzer eingetragen werden. Denn neben der Suche nach vermissten Menschen, kann man ebenfalls Personen eintragen, zu deren Verbleib man Informationen besitzt. Wenn eine gesuchte Person in der Datenbank nicht gefunden wird, kann man diese Person als vermisst im System eintragen.

People Finder könnte bei der entsprechender Nutzung als auch der chinesischen Provinz zu Gute kommen. Denn das Erdbeben im Nordwesten Chinas hatte eine Stärke von 7.1 und fällt damit schwer aus. Das rote Kreuz zählt bereits über 600 Tote und gibt über 10.000 von Menschen an, die verletzt sind. Wer mit dem Leben und unverletzt davongekommen ist, wird allerdings vor den Trümmern der eigenen vier Wände stehen. Über 90 Prozent aller Häuser seien nicht mehr bewohnbar, so dass ein Großteil der Bevölkerung obdachlos ist. Die Not unter der Bevölkerung ist also groß.

Das wissen allerdings die wenigsten Menschen außerhalb Chinas, denn die Informationspolitik, die aus der staatlichen Zensur entspringt, reguliert auch die Zugänge zu den sozialen Netzwerken. Über diese waren in den letzten Jahren viele zeitnahe Bilder und Informationen aus Katastrophengegenden gekommen. Die Zensur in China verhindert das und wenn die Regierung dann auch noch Spionage betreibt, wie im Streit mit Google, dann kommen die Unternehmen auch gleich selbst auf die Idee, das Land zu verlassen und sich wieder auf den Rest der Welt zu konzentrieren.

Das Google ihren People Finder angesichts des Erdbebens den Chinesen online zur Verfügung stellt, dürfte dem Unternehmen zumindest bei der Bevölkerung Pluspunkte einbringen.

Bild: Google

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