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Google Plus: Der Streit mit Facebook geht los

Es musste ja so kommen, Google Plus tritt in direkte Konkurrenz mit Facebook, da konnte es ja nicht lange dauern, bis es das erste Mal knallt. Weil ein Programmierer eine App entwickelte, mit der Google Plus-User ihre Facebook-Freunde in das neue soziale Netzwerk importieren können, ist Facebook sauer.

Der Entwickler heißt Mohamed Mansour und sein Tool nennt er Facebook Friend Exporter. Es handelt sich dabei um eine Erweiterung für Google Chrome. Die App ist OpenSource, den Quellcode hat sich Mansour via GitHub organisiert. Und schon läuft Facebook Sturm, denn die Chrome-Erweiterung verstößt angeblich gegen die Facebook-Richtlinien.

In den Nutzungsbedingungen des Social Networks steht, dass es untersagt ist, mittels automatisierter Mechanismen auf Inhalte oder Informationen von Nutzern zugreifen oder auf andere Arten auf Facebook zugreifen, sofern nicht deren ausdrückliche Erlaubnis vorliegt. Das meldet jetzt die Technik-Website zdnet.de.

Aber Mohamed Mansour lässt sich dadurch nicht beirren. 'Facebook besitzt meine Freunde nicht', sagt der Programmierer. 'Ich möchte, dass sie sich an einem leicht zugänglichen, extrahierbaren und gemeinsam benutzbaren Ort befinden'. Wenn er deswegen bei Facebook rausgeschmissen werde, dann sei das eben so.

Der Entwickler des Facebook Friend Exporter weist aber ausdrücklich darauf hin, dass die Nutzung seiner Entwicklung auf eigene Gefahr stattfinden würde. Er könne nicht dafür garantieren, dass man nicht deswegen bei Facebook rausgeschmissen werde. Mit dem neuen Chrome-App scheint ein alter Streit zwischen Google und Facebook wieder aufzuflammen. Im November 2010 ging es darum, wer welche Daten besitzt. Googlemail änderte damals seine Richtlinien, wie andere Dienste die Kontaktdaten des Maildienstes per API nutzen könne. Facebook setzte daraufhin eine neue Schaltfläche in die 'Freunde finden'-Seite ein, um die Neuregelung zu umgehen.

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